SZ +
Merken

Oßling hübscht die Kita auf

Der Kommune steht eine hohe Fördersumme in Aussicht. Für rund 190 000 Euro werden Dach und Fassade saniert.

Teilen
Folgen
© René Plaul

Von Manuela Reuß

Oßling. Die Entscheidung trifft auf allgemeine Zustimmung im Gemeinderat: Dach und Fassade der Oßlinger Kita sollen saniert werden und die Feuerwehr bekommt ein Feuerwehrauto. Geld dafür ist da. Es kommt aus dem Investitionskraftstärkungsgesetz. Eine Wortschöpfung, wie sie wohl nur in deutschen Amtsstuben ausgetüftelt werden kann.

Bare Münze für die Kommune

Hinter dem sperrigen Zungenbrecher verbergen sich für Sachsens Kreise und Kommunen jedoch bare Münzen – auch für Oßling. Aus diesem neuen Bund-Länder-Förderprogramm kann Oßling bis 2020 insgesamt 252 807 Euro erhalten. Darüber informiert Bürgermeister Siegfried Gersdorf jüngst die Gemeinderäte. Ein Kriterium für die Förderhöhe ist die Einwohnerzahl. Ein weiteres die Mittelverwendung.

Beispielsweise können mit dem Geld öffentliche Einrichtungen energetisch saniert werden. Deshalb sollen rund 190 000  Euro in die kommunale Kita fließen. Denn bei ihr sind Fassade und Dach bislang nicht ausreichend gedämmt. Die Verwaltung habe dieses Projekt schon seit ein paar Jahren in der Schublade, so der Oßlinger Bürgermeister. Doch bislang fehlten die Mittel dafür.

Thomas Perjak (Wählervereinigung „Elstergrund“) wollte wissen, ob die jetzt eingeplante Summe für dieses Vorhaben auch ausreicht. Schließlich seien die Baupreise inzwischen gestiegen. Die Zahlen seien aktuell, so Siegfried Gersdorf. Man habe das Projekt kürzlich noch einmal durchrechnen lassen.

Fördergeld auch für Feuerwehrkauf

Auch für Immissionsschutz gibt es Geld. Die restlichen rund 64 000 Euro sind deshalb für den Kauf einer neuen Feuerwehr eingeplant. Für ein Auto, welches künftig weniger Kohlendioxid in die Luft bläst, als das bisherige. Ein neues Fahrzeug wird man für diese Summe wohl nicht bekommen, sondern wohl eher ein gutes gebrauchtes, so der Tenor im Rat.

Doch gibt es auch Fördermittel für Gebrauchtwagen? Gibt es, so der Bürgermeister. Allerdings dürfe das Auto in dem Fall nicht älter als fünf Jahre sein. Muss bei einer solchen Ersatzbeschaffung das alte Fahrzeug tatsächlich verschrottet werden, wollte Olaf Zinke (Wählervereinigung „Elstergrund“) wissen. „Gibt es da gar keine Alternative?“ Die gebe es nicht, da sich ja sonst die Luftgüte nicht verbessere.

Auf jeden Fall sei das Ziel, die Milstricher Wehr mit der Anschaffung zu stärken. Man müsse halt schauen, was für den Preis zu kriegen ist, betonte Johannes Nitzsche (Bündnis Arbeit, Familie, Vaterland). „Was passiert, wenn wir die Eigenmittel nicht haben? Fällt dann komplett alles flach?, fragte Daniel Gerber (CDU). Dies sei der Fall, bestätigte der Bürgermeister. „Dann geht das Geld an andere Kommunen.“