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Ottendorf trennt sich von Hauptamtsleiter

Die Gemeindeverwaltung von Ottendorf-Okrilla und der Hauptamtsleiter unterzeichneten einen Aufhebungsvertrag. Zuvor gab es  Streit zwischen Verwaltung und Rat.

Nicht mehr im Rathaus beschäftigt. Die Gemeinde Ottendorf-Okrilla  trennt sich von ihrem Hauptamtsleiter.
Nicht mehr im Rathaus beschäftigt. Die Gemeinde Ottendorf-Okrilla trennt sich von ihrem Hauptamtsleiter. © Thorsten Eckert

Ottendorf-Okrilla. Die Fronten zwischen dem Ottendorfer Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung waren verhärtet. Zuletzt hatten alle 18 Gemeinderäte ein Schreiben unterzeichnet, in dem die Abberufung des langjährigen Hauptamtsleiters Udo Rößler gefordert wird. Jetzt ging alles sehr schnell. Die Gemeinde hat sich von dem Mitarbeiter getrennt.

Nach Angaben von Ottendorfs Ortsvorsteherin Andrea Ohm (CDU) wurde ein Aufhebungsvertrag unterzeichnet. Der Gemeinderat hat diesem Schritt zugestimmt. Das Arbeitsverhältnis ist damit mit sofortiger Wirkung beendet. „Uns war es wichtig, dass die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen geschieht und ohne einen Rechtsstreit.“ Die Suche nach einem neuen Hauptamtsleiter hat bereits begonnen. „Eine Anzeige wurde geschaltet. Wir hoffen jetzt auf gute Kandidaten“, sagt die CDU-Politikerin.

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Die Räte hatten dem Amtsleiter Untätigkeit vorgeworfen. Die Kita-Konzeption, deren Erarbeitung bereits vor einem Jahr beschlossen wurde, steht immer noch nicht. Und der Kita-Neubau, über den der Gemeinderat im Januar binnen kürzester Zeit zu entscheiden hatte, damit die Fördergelder von mehr als 800 000 Euro nicht verloren gehen, habe zuvor anderthalb Jahre auf dem Schreibtisch des Amtsleiters gelegen, so der Vorwurf. Räte erklärten, in den letzten Monaten sei die Zusammenarbeit eine Katastrophe und Aktionen des Amtsleiters nicht zu erklären gewesen. Deshalb habe man die Reißleine ziehen müssen, um Schaden von der Gemeinde abzuwenden. (SZ/td)

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