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Radeberg

Ottendorfs neuer Treffpunkt

Einen Ortskern hat Ottendorf-Okrilla nicht. Der Mühlenbäcker will das mit seiner neuen Filiale ändern.

Robert Meyer und Verkäuferin Mandy Zahour haben in der neuen Filiale schon einmal Platz genommen.
Robert Meyer und Verkäuferin Mandy Zahour haben in der neuen Filiale schon einmal Platz genommen. © Steffen Unger

Ottendorf-Okrilla. Ottendorf-Okrilla bietet seinen Bewohnern und Gästen vieles, aber ein zentraler Ort, um einzukehren und zu verweilen gehört nicht dazu. Denn ein richtiges Ortszentrum wie einen Marktplatz mit Restaurants, Cafés und Ähnlichem gibt es einfach nicht. Das versucht der Ottendorfer Mühlenbäcker mit seiner neuen Filiale neben dem Netto-Markt und der Sparkasse an der Dresdner Straße zu ändern. Und das scheint zu gelingen, wie Geschäftsführer Volker Beduhn kürzlich bei der offiziellen Eröffnung des Geschäfts erzählte.

„Die Nachbarmieter sagen, wir sind ein belebendes Element“, sagt Beduhn. Denn das Café diene schon wenige Wochen nach der inoffiziellen Eröffnung Anfang Mai als verlängerter Warteraum für den Frisör oder die Ärzte im Ort. So könne man die Zeit bis zu seinem Termin bei einem Kaffee und einem Stück Kuchen überbrücken. Oder man nimmt einfach nur so an einem der Tische im klimatisierten Innenraum oder unter den großen Sonnenschirmen Platz und beobachtet das Geschehen.

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Bevor die neue Filiale für die Ottendorfer öffnen konnte, musste das vorherige Ladengeschäft aber erst einmal komplett umgebaut werden. Was für die angrenzenden Geschäfte zunächst einmal eine Belastung war. Denn die mussten während des zweimonatigen Umbaus mit Lärm und Staub leben. In den Räumen, in denen sich bis Februar ein Geschäft von Andrea Moden befunden hat, blieb in dieser Zeit nämlich beinahe kein Stein auf dem anderen.

„Es ist alles neu. Sogar der alte Estrich kam raus“, sagt Robert Meyer, beim Ottendorfer Mühlenbäcker für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die Fenster sind neu, die Heizung ist im Boden verschwunden und eine Klimaanlage ist eingebaut worden. Die Vordächer sind ebenfalls abgebaut und durch große Sonnenschirme ersetzt worden. Dadurch wirke alles viel offener, sagt auch Vermieterin Pia Kindsmüller, die zur Eröffnung gekommen ist und die Räume kaum wiedererkennt. Der neue Laden sei mit dem alten nicht zu vergleichen.

Gutes Miteinander

Das beginnt schon am Eingang zu dem Geschäft, der vom Parkplatz aus nun vorn und nicht mehr auf der rechten Seite ist. Damit die 66 Quadratmeter Fläche größer wirken, ist außerdem alles in weiß beziehungsweise hellem Holz gehalten worden. Die obligatorischen Bäckerschieber, die in allen Filialen zu finden sind, dürfen aber auch hier nicht an der Wand fehlen. „Die wurden sogar einen Monat lang im Backhaus benutzt“, erklärt Meyer.

Dass der Aufwand sich gelohnt hat, zeigt das rege Interesse der Kunden. Diese hätten in der Vergangenheit wiederholt den Wunsch an die Firma herangetragen, eine Filiale näher im Ort zu schaffen, damit sie nicht immer bis zum Hauptsitz an der Straße Frankenfurt fahren müssen, erzählt Meyer. Man habe deshalb bereits seit längerem nach einem passenden Standort gesucht. Als das Modegeschäft aus den Räumen ausziehen wollte, habe das gut gepasst. Und für die Vermieterin und das Ortsbild hat der nahtlose Wechsel den Vorteil, dass Leerstand vermieden wird.

Auch das wird die Nachbarn vermutlich freuen. Denen sind die Verantwortlichen des Mühlenbäckers für ihr Verständnis dankbar und loben das gute Miteinander.

Für das Miteinander in der Filiale sucht der Ottendorfer Mühlenbäcker ebenso noch Verstärkung wie für das übrige Unternehmen. „Wir suchen Bäcker, Konditoren, Verkäufer und auch Azubis“, sagt Robert Meyer.

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