merken
PLUS

Panschau-Galerie wird flutsicher

Zur Juni-Flut stand die Tiefgarage des Objekts unter Wasser. Das soll sich nicht wiederholen.

Von Verena Weiß

Was wird aus der Panschau-Galerie? So mancher Freitaler mag sich schon gefragt haben, ob das markante Haus an der Dresdner Straße wieder zu neuem Leben erweckt wird und vor allem wann.

Anzeige
Einladung zum Comarch-Webinar
Einladung zum Comarch-Webinar

Comarch lädt am 28. September zum Webinar „Data Center lokal statt global – So sichern Sie Ihre Unternehmensdaten in Deutschland“ ein.

Zurzeit ist es ruhig an der Weißeritz. Doch das Hochwasser zeigte, wie gefährlich der Fluss auch für die Panschau ist. Foto: Eric Münch
Zurzeit ist es ruhig an der Weißeritz. Doch das Hochwasser zeigte, wie gefährlich der Fluss auch für die Panschau ist. Foto: Eric Münch

Seitdem die Dresdner Krocker GmbH im Mai die Verwaltung des Objektes übernommen hat, gibt es wieder Pläne mit der Panschau-Galerie. Doch während sich optisch noch nicht allzu viel getan hat, sind zumindest die Planungen für die rund 350 000 Euro teure Modernisierung des Hauses fortgeschritten. Nicht nur die bunte Fassade wird einen neuen Anstrich erhalten, auch die Ladenpassage soll wieder attraktiver werden. Dazu gehört ein Umbau der Passage. Um diese heller und strukturierter erscheinen zu lassen, soll der Durchgang künftig geradewegs durch das Erdgeschoss des Hauses führen.

Eigentlich sollten die Umbauten noch dieses Jahr starten. Doch daraus wird nichts mehr, wie Jacob Schlieper von der SM Wirtschaftsberatungs AG erklärt, der sich der Entwicklung des Projektes angenommen hat. Bisher hätte ein Bauteam Ausbesserungsarbeiten an Dach, Sockel und im Innenhof des Hauses vorgenommen. Über den Winter wolle man die Zeit nutzen, um weitere Mietwohnungen zu renovieren, so Schlieper. Großflächig gebaut wird aber erst nächstes Frühjahr. Grund dafür seien Auflagen der Technischen Werke Freital GmbH, sagt Schlieper. Bevor die Umbauarbeiten an der Passage beginnen können, soll die Panschau-Galerie flutsicher werden – zumindest so gut wie. Hintergrund sind die jüngsten Ereignisse zur Flut im Juni dieses Jahres. Damals stand auch die Tiefgarage der Panschau sowie Teile des Erdgeschosses unter Wasser. Die Feuerwehr war folglich stundenlang damit beschäftigt, Wasser abzupumpen und die Läden im Erdgeschoss zu schützen. Das Problem war, dass mit dem Ansteigen der Weißeritz das Regenwasser zurückgedrückt wurde und so nicht ablaufen konnte, sondern zurück in die Tiefgarage floss, erklärt Jacob Schlieper. Nicht nur die Tiefgarage stand deshalb noch tagelang unter Wasser, auch die Fahrstühle fielen aus. Nicht nur für viele ältere Mieter im Haus war das ein Problem, sondern auch für die Mitarbeiter und Patienten des ansässigen Advita-Pflegedienstes. „Das soll in Zukunft nicht mehr passieren“, sagt Jacob Schließer. Deshalb wird nicht nur ein Rückstauventil eingebaut, sondern künftig auch die Entwässerung ins System der Stadt erfolgen. Auch die Pumpe in der Tiefgarage soll ersetzt werden. „Wenn alles klappt, dürfte erst wieder Wasser im Haus stehen, wenn die Weißeritz über die Ufer tritt“, sagt er, „aber so weit wird es hoffentlich nicht kommen.“ Rund 120 000 Euro zusätzlich würden die neuen Sicherheitsvorkehrungen kosten. Das dürfte nicht nur den Mietern und der Hausverwaltung Ärger ersparen, sondern entlastet auch die Freitaler Feuerwehr, die im Notfall andernorts eingesetzt werden kann. Auch für künftige Gewerbetreibende im Haus könnten die Neuerungen für Interesse sein. Eine Drogerie wird es aber wohl auch künftig nicht im Haus geben. „Wir haben uns intensiv darum bemüht“, sagt Jacob Schlieper. Allerdings habe keine Drogeriekette Interesse gezeigt. Das Problem sei, dass die Märkte konkrete Vorgaben haben, wie groß die Verkaufsfläche sein muss und wie weit das Einzugsgebiet zu reichen habe. „Es ist schade“, sagt Schlieper, da sich nach der Schließung von Schlecker auch viele Anwohner wieder eine Drogerie in der Nähe gewünscht hätten.

Zum neuen Jahr sollen die Verträge mit den neuen Mietern unterschrieben werden. „Dann können wir wieder Geld in die Hand nehmen und die Fassade angehen“, sagt Schlieper.