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Parkplatz am Netto schwimmt

Am Discounter in Reichenbach fehlt eine Entwässerung. Dadurch fließt das Wasser auf die Straße ab. Jetzt soll nachgebessert werden.

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Von Anja Gail

Auf dem Parkplatz am Reichenbacher Nettomarkt fließt selbst bei überschaubaren Regenschauern wie am Sonnabendnachmittag das Wasser schlecht ab. Mehr noch: Es staut sich auf dem Asphalt und sucht sich dann in Rinnsalen zwischen den Bordsteinen durch seinen Weg bis auf die Straße. Vor einigen Wochen hatte das auch schon mal bedeutend schlimmer ausgesehen, wie Michael Kruhl (CDU) im Stadtrat schilderte. Da habe das Wasser regelrecht auf dem Parkplatz gestanden.

Die Ursache für das Dilemma ist im Rathaus bekannt. Der Parkplatz, der sich in privaten Händen befindet, wurde ohne Entwässerung gebaut. Das bestätigt auch Bürgermeisterin Carina Dittrich. Die Stadt hatte aber mit dem Bau nichts zu tun. Das Problem soll nun vom Eigentümer durch den Einbau einer nachträglichen Entwässerung beseitigt werden. Darüber hätten sich alle Seiten verständigt. Im Zuge der Arbeiten ist auch geplant, die einzige Zufahrt zum Parkplatz an der Löbauer Straße so herzurichten, dass der Absatz zur angrenzenden Fahrbahn verschwindet. Darauf war schon mehrfach von Bürgern hingewiesen worden. Auch für die Sicherheit der Passanten, die vom Einkaufen kommen, ist dieser Bereich nicht optimal gestaltet.

Michael Kruhl wollte im Stadtrat auch wissen, ob der Durchlass des Lohebaches, etwas mit dem Wasserstau zu tun haben könnte. Der Bach fließt in einem Rohr unter dem Parkplatz durch und mündet in das nahe Reichenbacher Wasser. Nach Informationen von Stadtrat Heinfried Stübner (Freie Wähler), der auch dienstlich mit dem Projekt zu tun hatte, würde das ein weiteres Problem in diesem Bereich darstellen. Bei sehr starkem Regen würde sich im Zulaufbereich und vor allem am Einlaufgitter Schwemmgut anhäufen und vor dem Rohr aufstauen. Das Rohr selbst sei groß genug angelegt, um die zusätzlichen Wassermengen bei extremen Wetterereignissen aufzunehmen.

Bei dem Schwemmgut handelt es sich vor allem um Äste und Laub. Das Gitter sei dabei vorgeschrieben, erklärte Heinfried Stübner. Aufgrund des Rohdurchmessers erfülle es seine Berechtigung: Weder Kinder noch Tiere sollen in den Kanal hineinkriechen können. Wichtig sei es in dem Kontext aber auf jeden Fall, auch den Lohebach bis zum Durchlass hin sauber zu halten, damit sich nicht da schon Schwemmgut an den Rändern auftürmen.