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Peter Schreier mal zwei

Erst Anfang des Jahres wurde die gestohlene Büste des Star-Tenors in Kreischas  Kurpark ersetzt. Nun gibt es eine zweite Büste im Ort: in der Bavaria-Klinik.

Künstler Hans Kazzer, Bürgermeister Frank Schöning und Klinikleiter Rudolph Presl (v.l.) weihen die Schreier-Büste in der Bavaria Klinik ein.
Künstler Hans Kazzer, Bürgermeister Frank Schöning und Klinikleiter Rudolph Presl (v.l.) weihen die Schreier-Büste in der Bavaria Klinik ein. © Andreas Weihs

Den Kopf leicht erhoben, den Blick in die Ferne gerichtet, so hat Bildhauer Hans Kazzer Star-Tenor Peter Schreier in Bronze festgehalten. Aber nur knapp sieben Wochen, nachdem die Büste anlässlich der zehnten Schumanniade im Juni 2018 eingeweiht worden war, hatten Diebe sie gestohlen.

In den Monaten darauf blieb der Sockel im Kreischaer Kurpark, unweit des Rathauses, verwaist. Dank eines Spenders konnte Hans Kazzer aber eine neue Bronze gießen lassen. Seit Anfang dieses Jahres ist diese nun an ihrem angestammten Platz im Herzen Kreischas mit 30 Zentimeter langen Schrauben auf dem Sockel verankert.

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Inzwischen aber gibt es noch eine Schreier-Büste. Zu finden ist sie im Haus II der Bavaria-Klinik, vor dem großen Panoramafenster gegenüber dem Speisesaal. Patienten und Gäste verweilen hier gern und genießen den Blick auf die Landschaft. Ein idealer Platz, um Peter Schreier zu würdigen, denn seit Jahrzehnten ist das Leben des Tenors eng mit Kreischa verbunden. Auch die Klinik kennt er gut. „Hier fand er wohltuende Erholung“, sagte Hans Kazzer anlässlich eines kleinen Festaktes, in dessen Rahmen der Bildhauer die zweite Büste des Sängers enthüllte.

Die Idee, sie in der Bavaria-Klinik aufzustellen, war vom Klinik-Chef persönlich gekommen. Der Vorfall im Kurpark hatte ihn und Hans Kazzer zusammengeführt. „Wir kannten uns bis dahin gar nicht“, sagte Rudolf Presl. Spontan, so erzählte er weiter, habe er den Künstler gefragt, ob er nicht eine weitere Bronze in der Bavaria-Klinik aufstellen wolle. Begeistert hatte Kazzer zugestimmt und einen weiteren Abguss in Auftrag gegeben.

„Vom Platz in der Klinik kann die Büste nun nicht mehr gestohlen werden“, freute sich der Bildhauer. Mit Peter Schreier steht er nach wie vor in engem Kontakt. Gerne, so sagte Kazzer, wäre der Tenor bei der Enthüllung der Büste dabei gewesen. Doch gesundheitliche Probleme hatten dem im Weg gestanden.

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