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Peter Zwegat hilft Leutersdorfer Familie

Der drohende Verlust des Hauses ist vorerst abgewendet und Christian R. hat wieder Arbeit.

Von Mario Heinke

Am Mittwoch vergangener Woche ist ganz Deutschland über die ausweglose Situation der Familie R. in Leutersdorf aufgeklärt worden. Als Schuldnerberater Peter Zwegat im Frühjahr zu den Dreharbeiten der Sendung „Raus aus den Schulden“ in die Oberlausitz kam, schien es so, als käme er schon zu spät. Der drohende Verlust des großen Umgebindehauses und ein Schuldenberg von 61 300 Euro schwebte zu dieser Zeit wie ein Damoklesschwert über den 13 Familienmitgliedern. Familienoberhaupt Christian wechselte kaum noch ein Wort mit seiner Christine, beide trugen sich bereits mit Trennungsgedanken.

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Inzwischen ist viel passiert, Christine R. ist wieder optimistisch. „Ich hoffe, dass alles wieder ins Lot kommt“, erklärt die 57-Jährige. Grund für die Zuversicht: Ehemann Christian habe Arbeit in Thüringen gefunden. Nur zweimal im Monat käme er am Wochenende nach Hause, weil das Amt nur die Kosten einer Fahrt übernehmen würde. „Die zweite Heimreise bezahlen wir selbst, aber mehr ist nicht drin“, sagt die Leutersdorferin. Mehr dürfe sie nicht sagen, weil sie von RTL zum Stillschweigen verpflichtet worden sei. Der Privatsender will die Entwicklung weiter beobachten.

In der Sendung hat Schuldenexperte Zwegat in gewohnter Manier die katastrophale Haushaltslage des Paares am Flipchart auseinandergenommen und festgestellt, dass der Großfamilie trotz Hartz IV, Kindergeld und Mieteinnahmen jeden Monat 1 000 Euro fehlen. Die Raten für das Haus, den Kredit für das Auto, Versicherungen und die Abschlagszahlungen für Strom und Gas konnte das Paar nicht mehr bezahlen. Begonnen hat die Misere, als der glücklose Schornsteinfeger Christian R. vor zwei Jahren seinen Job verloren hat. Der 57-Jährige räumte ein, nicht ganz unschuldig daran gewesen zu sein. Zwegat fand außerdem heraus, dass Christian R. seither wenig unternommen hat, um wieder einen Job zu finden. Während der Schuldenberg Monat für Monat angewachsen ist, fand der Familienvater immer neue Gründe, warum er nicht arbeiten könne.

Seine Frau Christine, die bisher immer Hausfrau gewesen ist, sprang in die Bresche und stürzte sich in den regionalen Arbeitsmarkt. Was dann am Mittwoch ausgestrahlt wird, wirft einen ganz dunklen Schatten auf die Region: Die Freude ist zunächst groß, als die Leutersdorferin eine Anstellung als ungelernte Helferin in einem Zittauer Unternehmen findet. Peter Zwegat ist jedoch schockiert, als er von der Höhe des Lohnes erfährt und bezeichnet diesen als sittenwidrig. Ein Rechtsanwalt analysiert den Arbeitsvertrag und bestätigt diese Einschätzung, denn das Unternehmen zahle einen Monatslohn von 613 Euro für sechs Stunden tägliche Arbeit, also 30 Stunden in der Woche. In Wahrheit würden die Mitarbeiter aber zehn bis zwölf Stunden täglich arbeiten, behauptet Christine R.. Ein Arbeitsgericht soll sich nun mit dem Fall beschäftigen. Die Leutersdorfer Mutter ist seither wieder auf Arbeitssuche.

Im letzten Akt der Sendung verhandelt der umtriebige Schuldnerberater mit den Banken. Zwegat erreicht, dass die Kreditgeber die Kündigung der Hausfinanzierung zurücknehmen und sich ein Jahr lang mit einer niedrigeren Rate zufriedengeben. Ein Jahr zum Durchatmen für die Großfamilie. „Herr Zwegat ist sehr sympathisch. Ich bin ihm und RTL sehr dankbar für die Hilfe“, sagt Christine R..

Sie lässt keinen Zweifel daran, dass ihr Mann sich ohne die Sendung wohl nicht bewegt hätte. Fortsetzung folgt: Im April nächsten Jahres soll es weitergehen, erklärt die Hausherrin.