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Bekommt Ostritz wieder eigenen Pfarrer?

Vor zwei Jahren ging der letzte Seelsorger. Bald könnte es wieder einen Geistlichen vor Ort geben. Der soll auch Gottesdienste an besonderen Orten abhalten.

Der evangelische Pfarrer Thomas Schädlich hat vor zwei Jahren Ostritz verlassen. Die Suche nach einem Nachfolger war bisher erfolglos. Deshalb will die Landeskirche nun reagieren.
Der evangelische Pfarrer Thomas Schädlich hat vor zwei Jahren Ostritz verlassen. Die Suche nach einem Nachfolger war bisher erfolglos. Deshalb will die Landeskirche nun reagieren. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Dass Ostritz keinen eigenen Pfarrer hat, gab es in der Stadtgeschichte noch nicht. Und die Neißestadt kann immerhin auf eine fast 780-jährige Geschichte zurückblicken. Seit mittlerweile zwei Jahren hält dieser Zustand nun schon an, nachdem Pater Bruno Hannöver das Kloster St. Marienthal verlassen hatte. Zuvor kehrten auch der katholische Pfarrer Bernd Fischer und sein evangelischer Kollege Thomas Schädlich Ostritz den Rücken.

Schädlichs Stelle wurde in der Zwischenzeit zwei Mal - im Mai und August 2019 - ausgeschrieben. Doch die Suche nach einem Nachfolger blieb ohne Erfolg. Es gab keine Bewerbungen, wie Matthias Oelke, Pressesprecher des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamtes, auf SZ-Anfrage mitteilt. "Trotz eines reizvollen und interessanten Umfeldes ist es nicht leicht, Bewerber für die Region zu gewinnen", erklärt Oelke. 

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Die zweite Pfarrstelle der Kirchgemeinde Siebenkirchen könne daher nur im Wege der Entsendung durch das Landeskirchenamt besetzt werden. Hierfür müssen aber, so Oelke, die äußeren Rahmenbedingungen stimmen. "Das können persönliche oder familiäre Umstände des Pfarrers oder der Pfarrerin sein, aber auch Fragen der örtlichen Struktur bis hin zu Fragen der Dienstwohnung", erklärt der Pressesprecher des Landeskirchenamtes. Seinen Dienstsitz hat der neue Pfarrer auf jeden Fall in Ostritz, wie aus den vergangenen Ausschreibungen zu entnehmen ist.

Die Situation im Kirchenbezirk Löbau-Zittau erfahre durch das Landeskirchenamt eine besondere Aufmerksamkeit. Man sei bemüht, möglichst bald eine Entsendung umzusetzen, weist Oelke hin. 

"Darüber hinaus hat der Kirchenbezirk im Zuge der Struktur- und Stellenplanung verschiedene Maßnahmen ergriffen, Pfarrstellen mit interessanten Aufgabenschwerpunkten für Bewerber zu planen, um die Attraktivität zu steigern." So soll der neue Ostritzer Pfarrer auch zur Hälfte seiner Arbeitszeit in der Urlauberseelsorge tätig sein. Dazu gehören beispielsweise Gottesdienste und Andachten an besonderen Orten wie der Bergkirche Oybin. 

Durch diese Verknüpfung von Aufgaben handelt es sich bei der freien Pfarrstelle auch um eine Vollzeitstelle. 2018 hatte Superintendentin Antje Pech noch davon gesprochen, dass nach dem Weggang von Thomas Schädlich nur eine halbe Stelle ausgeschrieben werde.

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