Merken
PLUS Plus

Pflaumendelle soll Schlamm auffangen

Seit Jahren sorgen Schlamm und Wassermassen bei Starkregen und zur Schneeschmelze für Unruhe unter den Einwohnern. Denn schon manches Grundstück wurde dann von der braunen Brühe überschwemmt. Das wollen...

Von Bärbel Schumann

Seit Jahren sorgen Schlamm und Wassermassen bei Starkregen und zur Schneeschmelze für Unruhe unter den Einwohnern. Denn schon manches Grundstück wurde dann von der braunen Brühe überschwemmt. Das wollen die Rittmitzer nicht tatenlos hinnehmen und beginnen, mit einfachen Mitteln ihre und auch die Lage von Einwohnern in anderen Orten am Rittmitzbach zu verbessern. In kleinen Schritten, die aber eine große Auswirkung haben können, will man beginnen.

Anzeige
Grußanzeigen zum Valentinstag versenden!
Grußanzeigen zum Valentinstag versenden!

Versenden Sie Herzensgrüße! In Ihrer Sächsischen Zeitung, den Dresdner Neuesten Nachrichten und in der Morgenpost.

Horst Kliemes, Vorsitzender des Ortschaftsrates, hatte dazu in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung Landeigentümer und Pächter eingeladen, die in und um die Pflaumendelle Land besitzen oder bewirtschaften. Dieses an den Rittmitzer Park angrenzende Landstück will man so herrichten, dass es als Streuobstwiese mit Grasfläche dem von den angrenzenden Feldern abfließenden Wasser und den Schlammmassen Einhalt gebietet.

„Schon unsere Vorfahren wussten, warum sie ausgerechnet dort ein solches Stück mit Bäumen anlegten“, bemerkte Landwirt Conrad Phillip. Vor der Pflanzaktion muss aber in der Pflaumendelle aufgeräumt werden. Denn viele umgestürzte Bäume und verwucherte Sträucher kennzeichnen das Bild vor Ort.

Der Ortschaftsrat will von allen Landeigentümern das Einverständnis für die Pflanzaktion einholen. Außerdem soll geprüft werden, wie das Vorhaben finanziert werden kann. Mit der Umweltbehörde soll deshalb Kontakt aufgenommen werden. Ziel sei dabei, möglichst im Herbst mit den ersten Pflanzungen zu beginnen.

Anschließend besahen sich die Mitglieder des Ortschaftsrates noch einige andere vom Wasser bedrohte Stellen im Ort. Eine davon liegt vor dem Grundstück von Reinhardt Matthes. Schnell sahen die Räte, dass das Ursache dafür auf den in der Nähe liegenden Feldern zu suchen ist. Dort gab es früher Wiesenflächen, die allerdings später zum angrenzenden Feld dazugenommen wurden. Eine Schutzmöglichkeit könnte hier das Anpflanzen von Sträuchern und Bäumen bringen.

Bei der Begehung schlug einer der Räte vor, Weiden zu stecken und nach deren Anwurzeln eine Art Benjeshecke daraus entstehen zu lassen. Außerdem müsse der Zustand der an der Straße liegenden Gräben verbessert werden. Rohrdurchlässe besitzen gegenwärtig einen zu geringen Durchmesser, um die anfallenden Wassermassen ableiten zu können.