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Pflege für die Ufer am Stausee Oberwartha

Vattenfall kümmert sich nicht nur um die Anlagen im Pumpspeicherwerk. Bei den Arbeiten an den Seen haben die Anwohner nun Sorgen.

Von Annechristin Bonß

Wer derzeit rund um den Stausee Oberwartha unterwegs ist, hat die Arbeiter schon entdeckt. Die pflegen die Ufer des Gewässers, entfernen Wildwuchs und säubern den Rand am Wasser. Auch Konrad Grossmann hat die Arbeiten bemerkt. Mit Sorge sieht er, was dort passiert. Denn bei vergangenen Einsätzen haben die Arbeiter Herbizide eingesetzt, um den Wildwuchs zu entfernen. „In unmittelbarer Nähe zu einem Landschaftsschutzgebiet und ackerbaulichen Flächen“, schreibt der Dresdner an die Sächsische Zeitung.

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Das Unternehmen Vattenfall bestätigt den Einsatz. „Zur Unkrautbekämpfung kam das Pflanzenschutzmittel Glyfos zum Einsatz“, teilt Sprecher Lutz Wiese mit. Dafür habe Vattenfall eine behördliche Genehmigung bekommen. Der Einsatz sei notwendig gewesen, weil die betroffene Fläche mit 9 000 Quadratmetern sehr groß war und zudem schwer zugängliche Stellen bearbeitet wurden. Andere Methoden und Arbeitsmittel hätte die beauftragte Firma deswegen nicht einsetzen können. Anwohner Konrad Grossmann hatte vorgeschlagen, das lästige Grün mit Propangas abzubrennen.

Die Arbeiten am Oberen Stausee sind nicht die einzigen, die Vattenfall rund um die beiden Stauseen und das Pumpspeicherwerk in Niederwartha durchführen lässt. Seit 2016 läuft das Werk im Übergangsbetrieb. Innerhalb von zwei Stunden können die Arbeiter die Anlagen hochfahren. Dann wäre das Werk wieder einsatzbereit. „Große Instandhaltungsmaßnahmen mit einem Investitionsbedarf in signifikanter Höhe sind nicht wirtschaftlich“, sagt Lutz Wiese. Dieser Übergangsbetrieb hat keinen Einfluss auf das Freibad in Niederwartha. Das zählt zu den beliebtesten Badeanlagen in der Stadt. In den Sommerferien gab es sogar Extra-Busse, damit die vielen Badegäste nach Cossebaude kommen konnten. In diesem Sommer haben über 64 000 Gäste die Anlage am Dresdner Stadtrand besucht.

Aber nicht nur darum kümmert sich der Betreiber des Werks. Vattenfall ist auch für den Hochwasserschutz, die Sicherheit der Anlage, Umwelt- und Naturschutz sowie die Möglichkeit, den See zum Angeln zu nutzen verantwortlich. Unter anderem prüfen Experten zwei Mal pro Jahr die Wasserqualität. „Die Proben der vergangenen Jahre waren jeweils ohne Befund“, sagt Lutz Wiese.