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Pirna

Riesiger Schubverband passiert Pirna

Erneut wird ein Schiffs-Torso auf der Elbe von Děčín in Richtung Niederlande transportiert. Daraus wird einmal ein Chemie-Tanker.

Hier "zwängt" sich der 110 Meter lange Riesen-Schiffstorso eines künftigen Chemietankers unter Pirnas historischer Stadtbrücke hindurch.
Hier "zwängt" sich der 110 Meter lange Riesen-Schiffstorso eines künftigen Chemietankers unter Pirnas historischer Stadtbrücke hindurch. © Daniel Förster

Erst im Februar hatten zwei riesige Schubverbände im oberen  Elbtal für Aufsehen gesorgt.  Nun ist erneut ein Schubverband mit einem Riesen-Schiffstorso auf der Elbe an der historischen Altstadt von Pirna vorbeigefahren und hat sich auf dem Weg nach Hamburg durch Pirnas historische Stadtbrücke hindurch „gezwängt“.

Der enorm lange Stahlrumpf in der Mitte des künftigen Chemie-Tankers „Provider“ wurde in Pirnas Partnerstadt Děčín (Tetschen-Bodenbach) für die Niederlande gebaut und Ende Oktober 2019 zu Wasser gelassen. Er misst 110 Meter in der Länge, ist 13,50 Meter breit und 5,25 Meter hoch, ohne Motor und Aufbauten, und hat ein Fassungsvermögen von 4.200 Kubikmetern Chemikalien.

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Damit ist er noch einmal 25 Meter länger als die beiden manövrierunfähigen Kaskos, die das deutsche Schubschiff „Edda“ der Berliner Reederei Ed Line im Februar aus der Werft im nordböhmischen Lovosice (Lobositz) geholt und durch das Elbtal geschoben hatte. 

Wegen dieser enormen Länge des Riesentankschiffs „Provider“ bewerkstelligte „Edda“ den Transport diesmal nicht allein. Dem Frachtschiffkörper wurde der Hilfsschlepper „TR15" von der Děčíner Binnenschiffsreederei ČSPL vorangesetzt, sodass der Verband insgesamt 165 Meter lang war.

„Edda“ hatte erst im Februar - am 13. und am 20. - kurz hintereinander zwei längst fertig gebaute Schiffskörper von Tschechien stromabwärts transportiert. Bis dato hatte der Fluss über Monate Niedrigwasser geführt und somit sämtliche Schiffstransporte auf der Elbe verhindert. Mindestens 135 Zentimeter Fahrrinnentiefe sind für die Schifffahrt notwendig. Damit jedoch dieser spezielle Schubverband fahren kann, muss der Pegel in der Fahrrinne mindestens 1,50 Meter betragen. 

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Bei den Fahrten im Februar hatte der Kapitän des Personendampfers „Leipzig“ das Schubschiff im Wechsel mit einem Reedereikapitän gesteuert. „Provider“ soll nun spätestens am Sonnabend Hamburg erreichen und wird von dort aus über das Meer in die Niederlande gebracht, wo der Tanker seine Aufbauten erhält und arbeitsfähig gemacht wird. 

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