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Polizei verstärkt Präsenz an der Talsperre

In den Sommermonaten erfolgen regelmäßige Überprüfungen der Beamten auf dem See. Im vergangenen Jahr gab es zwölf Einsätze in Kriebstein.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Plätze auf den Schiffen der Talsperre zurzeit begrenzt. Der Andrang ist demnach entsprechend groß.
Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Plätze auf den Schiffen der Talsperre zurzeit begrenzt. Der Andrang ist demnach entsprechend groß. © Lutz Weidler

Kriebstein. Kriebstein statt Mittelmeer – das wird in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie sicher für einige Urlauber die Alternative sein. Auch die Polizei geht davon aus, dass sich, vor allem während der bevorstehenden Ferien, mehr Erholungssuchende an den Gewässern sowie Erholungs-Hot-Spots in der Region aufhalten werden. Die Folge: Die Beamte führen mehr Kontrollen durch, unter anderem an der Talsperre Kriebstein.

„Die Präsenz der Wasserschutzpolizei auf der Talsperre soll, im Zusammenhang mit der generellen Zuständigkeit der Wasserschutzpolizei Sachsen auf allen schiffbaren Landesgewässern, dem Aufkommen der Schifffahrt angepasst werden“, informierte Sebastian Diebel, Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit der Bereitschaftspolizei Sachsen. 

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Geplant sei, dass die Beamten die Talsperre während der Sommermonate in unregelmäßigen Abständen an mindestens zwei Wochenenden in die Streifen- und Kontrolltätigkeit einbeziehen. „Auch eine kurzfristige Bestreifung an Wochentagen ist möglich“, sagt Diebel.

Zwölf Einsätze im vergangenen Jahr

Ziel der Kontrollen sei die Einhaltung der Vorschriften des Schifffahrtsrechtes und der Besatzungsvorschriften auf den auf der Talsperren fahrenden Fahrgastschiffe sowie Fähren. „Zudem wird die Wasserschutzpolizei bei Veranstaltungen und Regatten zum Einsatz kommen, um die Einhaltung der jeweiligen Bestimmungen und Auflagen zu kontrollieren“, ergänzte Diebel.

In diesem Jahr waren die Beamten der Wasserschutzpolizei bereits an acht Tagen an der Talsperre im Einsatz. „Dabei konnten sie diverse Verstöße, alles Ordnungswidrigkeiten, nach Schifffahrtsrecht feststellen“, informierte der Sachbearbeiter. 

Symbolbild: Die Wasserschutzpolizei auf Patrouille.
Symbolbild: Die Wasserschutzpolizei auf Patrouille. © dpa/Carsten Rehder

Im vergangenen Jahr gab es insgesamt zwölf Einsätze an der Talsperre. Festgestellt wurden auch dabei Verstöße gegen die schifffahrtsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus sind den Beamten Verstöße gegen das Umwelt-, Wasser- sowie Fischereirecht aufgefallen, die jeweils als Ordnungswidrigkeit erfasst worden sind. „Zur Anzahl der festgestellten und geahndeten Verstöße können wir keine Angaben machen“, sagt Diebel. 

Ein Schwerpunktgewässer sei die Talsperre allerdings nicht. „Die Einsatzlage ist im Vergleich mit anderen Gewässern eher als ruhig zu beschreiben. Dieses Jahr finden viele Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Talsperrenfest mit Bootskorso und das Motorbootrennen nicht statt“, so der Sachbearbeiter weiter.

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