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Pro und Contra: Das sagen Experten zu Zirkustieren

Dieter Seeger vom Verband deutscher Circusunternehmen und Wildtierfotograf Axel Gebauer sagen ihre Meinung.

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Dieter Seeger (links) und Dr. Axel Gebauer.
Dieter Seeger (links) und Dr. Axel Gebauer. © SZ-Archiv

"Zirkustiere leben mit Liebe, Pflege und Beschäftigung"
Dieter Seeger, Vorsitzender des Verbandes deutscher Circusunternehmen

Die Zirkustiere leben im Allgemeinen mit sehr viel Ansprache, Beschäftigung und guter Bindung an ihre Pfleger und Tierlehrer. Die wiederum gehen nicht nur einem schönen Beruf nach, sondern ihr ganzes Leben ist ihren Tieren gewidmet. Alle Tierpfleger haben einen Sachkundenachweis erbracht. Sie haben langjährige Erfahrung im Beruf und wissen daher auch gut um die jeweiligen Risiken mit ihren Tieren und mit konkret denkbaren Gefahrensituationen. Im eigenen Interesse ist den Zirkussen viel daran gelegen, ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Zum Beispiel auch, um die Tiere vor Übergriffen krimineller „Aktivisten“ zu schützen.

"Wildtiere können nicht artgerecht gehalten werden"
Dr. Axel Gebauer, Wildtierfotograf und früherer Leiter des Görlitzer Tierparks

Wildtiere gehören aus meiner heutigen Sicht nicht in den Zirkus. Auch wenn es mitunter eine enge und gute Bindung zwischen dem Dompteur oder Tierlehrer und seinem Wildtier-Schützling gibt, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass Wildtiere in einem Zirkus in keiner Weise artgerecht gehalten werden können. Das ist einfach nicht möglich aufgrund der Beschaffenheiten, die die Zirkusse selbst haben oder die sie bei ihren Gastspielen vorfinden. Es fehlt generell der ausreichende Platz für kleine und vor allem für große Tiere. In den meisten Fällen fehlt auch eine passende soziale Bindung zu den Artgenossen der Tiere.


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