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Promi-Friseur kämmt in Elstra

Salon-Chefin Claudia Wahner-Fittkau lässt ihre Mitarbeiterinnen von JeanLuc Paris schulen – einem Star in der Branche.

© René Plaul

Von Manuela Reuß

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Im Elstraer Friseurstudio „Atmosphair“ herrschte am Montag reichlich Andrang. Dabei bleiben dort montags die Lichter eigentlich aus und die Kundensessel leer. Doch der gestrige Montag bildete eine Ausnahme. Sechs Kundinnen hatten einen Termin. Diesmal allerdings nicht bei Chefin Claudia Wahner-Fittkau oder ihren drei Mitarbeiterinnen, sondern bei keinem Geringerem als JeanLuc Paris – einem Star in der Friseurszene. Der Profi zauberte in Elstra schnelle Hochsteckfrisuren. Dabei ließ er sich von der Saloninhaberin und ihren Kolleginnen über die Schulter schauen, gab Tipps und verriet Tricks. Für die eleganten Frisuren brauchte er nicht mehr als einen Kamm, mehrere Dutzend Haarklemmen, Spray und eine Menge Fingerfertigkeit.

Sechs langhaarige Kundinnen waren bereit, als Model für den Mann zu fungieren, der sonst Stars wie Modedesigner Harald Glööckler frisiert und zu den bekanntesten Friseuren des Landes gehört. Zu denjenigen, die die Trends mitbestimmen. Überreden habe sie keine der Frauen müssen, erzählt Claudia Wahner-Fittkau. „Einige haben dafür sogar extra freigenommen.“ So wie Manuela Stephan. Schließlich komme sie so mal zu einer schönen Hochsteckfrisur ganz außer der Reihe, verriet die Blondine, während sie in einer Zeitschrift blätterte. Der vom Meister gezauberte lockere mondäne Haarknoten am Hinterkopf gefiel ihr ausnehmend gut.

Weiterbildung ist wichtig

Was JeanLuc Paris auf den Köpfen der Kundinnen kreierte, kam auch bei den Elstraer Friseurinnen super an. Schließlich können sie von den Tipps und Tricks profitieren, wenn sie Kundinnen für Abi- oder sonstige Bälle frisieren. „Das sind auch schöne Elemente, die wir für Brautfrisuren nutzen können“, so die Salon-Chefin.

Weiterbildung sei enorm wichtig. Gerade auch weil Mode sehr schnelllebig ist. Deshalb besuchen Claudia Wahner-Fittkau und ihre Mitarbeiterinnen auch regelmäßig Seminare. Der gestrige Vor-Ort-Workshop im „Atmosphair“ war für sie allerdings eine Premiere. Die Firma Goldwell, mit der die Elstraer Friseurmeisterin zusammenarbeitet, bot die Schulung an. Claudia Wahner-Fittkau griff zu. „Ich bin froh, dass es so etwas gibt.“ Letztlich käme dies ja den Kundinnen zugute. Die Elstraerin entschied sich fürs Thema Hochsteckfrisuren. Aber auch in Sachen Schnitt oder Styling könne man sich von Profis weiterbilden lassen. Davon wird die Friseurmeisterin sicher weiter Gebrauch machen.

Ein kreativer Beruf

Seit 2008 betreibt Claudia Wahner-Fittkau ihren eigenen Salon in Elstra. Den Schritt in die Selbstständigkeit hat die gebürtige Gersdorferin nie bereut. Seit 25 Jahren ist sie mit Leib und Seele Friseurin. „Weil das ein sehr kreativer Beruf ist“, erklärt die Bischheimerin. Die Leidenschaft für das Handwerk habe sie von ihrer Mutti. Auch sie war Friseurin. Inzwischen sei die Mama Rentnerin. Aber wenn Not am Mann ist, helfe sie noch aus. Gelernt hat die Chefin seinerzeit im Salon Kunoth in Gersdorf. „Dort habe ich eine sehr gute Ausbildung bekommen.“ So wie ihre drei Mitarbeiterinnen, die ebenfalls alle dort lernten.

Gestern hatte das Friseur-Team allerdings einen anderen Lehrmeister. JeanLuc Paris zeigte, mit welchen Kniffen man lange Haare chic drapieren kann, ohne sie vorher eindrehen zu müssen. Ohne Toupieren gehe da allerdings nichts, so der Promi-Friseur. Während er mit nicht zu verkennendem französischem Akzent die Arbeitsschritte erklärt, steckte er Strähne um Strähne kunstvoll fest. Dabei ist der gebürtige Franzose in seinem Element. Der Profi besitzt neun Friseurläden in Berlin, beschäftigt 60 Mitarbeiter. Wochentags steht er in seinem Laden am Stuhl, an Wochenenden ist er mit Seminaren und Vorträgen in ganz Deutschland unterwegs. Ob es ihm Spaß macht, sein Wissen weiterzugeben? „Ja, klar. Sonst würde ich nicht sieben Tage die Woche arbeiten“, sagt er lachend und wendet sich wieder seinem Model zu.

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