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Prozessauftakt im Oderwitzer-Säurefall

Die mutmaßliche Täterin muss sich ab Donnerstag wegen schwerer Körperverletzung vor dem Landgericht in Görlitz verantworten.

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Oderwitz/Görlitz. Am kommenden Donnerstag muss Birgit K. ab 9.30 Uhr der Frau in die Augen blicken, die sie im November 2010 mit einem Liter 96-prozentiger Schwefelsäure angegriffen haben soll. Im Saal 206 im Görlitzer Landgericht beginnt dann der Prozess gegen eine heute 46 Jahre alte Krankenversicherungs-Sachbearbeiterin aus Oderwitz. Der Angeklagten wird schwere Körperverletzung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Görlitz geht von Eifersucht als Tatmotiv aus. „Ihr sei es darum gegangen, ihre Nebenbuhlerin dauerhaft zu entstellen und damit für deren Lebensgefährten unattraktiv zu machen“, heißt es aus dem Landgericht. Hintergrund: Die Angeklagte und der heutige Lebensgefährte des Opfers seien vor Jahren ein Paar gewesen. Bei der Geschädigten seien bei dem Säure-Angriff laut Landgericht elf Prozent der Körperoberfläche verätzt worden. „Trotz mehrerer Operationen sei die Geschädigte durch massive Vernarbungen unter anderem im Gesicht dauerhaft in ihrem Gesamterscheinungsbild erheblich verunstaltet“, heißt es. Wie die SZ berichtete, erlitt Birgit K. bei dem Anschlag schwere Verätzungen zweiten und dritten Grades im Gesicht, am Hals und an den Armen.

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