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Pudelnass – und doch glücklich

69 Wanderer aus Ostsachsen kamen zur 38. heimatkundlichen Tour der Bischofswerdaer. Bei starkem Regen eine Leistung.

© Regina Berger

Die Veranstalter vom Bischofswerdaer Wanderverein hatten sich eine Tour „in den goldenen Herbst“ erhofft. Doch am Wochenende dominierte das typische Novembergrau mit Nebel und Regen. Trotzdem beteiligten sich 69 Frauen, Männer und Kinder an der 38. Bischofswerdaer heimatkundlichen Wanderung, die an diesem Jahr am Neukircher Waldschlösschen gestartet wurde. Auf sieben Strecken zwischen neun und 50 Kilometer ging es am Sonntag quer durchs Oberland. Je nach Länge führten die Touren durch den Hohwald und über den Valtenberg, aber auch über den Hohen Hahn, den Picho und Mönchswalder Berg bis nach Wilthen, Schirgiswalde und Steinigtwolmsdorf.

Drei Wanderer waren bereits Sonnabendabend zu einer 50 Kilometer langen Nachtwanderung gestartet. Zwei von ihnen setzten den „langen Kanten“ am Sonntag fort und absolvierten so insgesamt 100 Kilometer. Der Neukircher Kai Mildner, Mitglied im Bischofswerdaer Wanderverein, stieg nach der nächtlichen Tour planmäßig aus, um bei sich zu Hause in den Rupprechtshäusern die Wanderer zu bewirten. Monika Nachtigall aus Pirna sowie Cathrin Noack und Waltraud Hille aus Dresden schwärmten noch am Ziel von dieser tollen Rast. Vor allem von den Schnitten mit selbstgekochter Marmelade.

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Rund 25 der 70 Mitglieder des Bischofswerdaer Vereins haben die Tour auf die Beine gestellt – Kuchenbuffet am Ziel inklusive. Im sächsischen Wanderkalender ist sie seit Jahren eine feste Größe. Ursprünglich als Langstreckenwanderung tituliert, betone man jetzt auch beim Namen stärker den Familiengedanken, sagt Vereinsvorsitzende Karin Barber. „Langstreckenwanderung hält manche Gäste ab, weil sie annehmen, es geht nur um Kilometer. Wir unterbreiten aber auch ein Angebot für kürzere Strecken“, sagt sie. So konnten die Teilnehmer am Sonntag auch neun oder 15 Kilometer weit laufen. Erstmals hatte der Wanderverein diese Traditionstour vom September auf den November gelegt. „Im September haben viel noch im Garten zu tun. Beim November soll es auch in den nächsten Jahren bleiben – gewissermaßen als Pendant zum Elstraer Frühlingstest im März und vielleicht als eine Art Abschluss des Wanderjahres“, sagt Karin Barber.

Trotzdem, gewandert wird auch in den nächsten Wochen. So sind Interessierte am Sonntag, 24. November, zu einer rund 14 Kilometer langen Wanderung in den Hohwald und auf den Valtenberg eingeladen – Treff 8 Uhr auf dem Bahnhof Bischofswerda oder 8.30 Uhr in Neukirch-West. (SZ/ir)