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Radibor wehrt sich gegen Vermarktung

Die Gemeinde Radibor ist an diesem Ostersonntag, wie auch schon in den Vorjahren, der "Hauptort" des Osterreitens im Kreis Bautzen. Drei Prozessionen werden die Gemeinde an diesem Tag berühren: Die Radiborer...

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Die Gemeinde Radibor ist an diesem Ostersonntag, wie auch schon in den Vorjahren, der "Hauptort" des Osterreitens im Kreis Bautzen. Drei Prozessionen werden die Gemeinde an diesem Tag berühren: Die Radiborer Osterreiter, die nach Storcha reiten, sowie die beiden Prozessionen, die aus Bautzen und Storcha in Radibor ankommen. SZ sprach dazu mit dem Radiborer Bürgermeister Vincenz Baberschke.
Wieviele Reiterpaare werden am Ostersonntag in und um Radibor unterwegs sein? In diesem Jahr werden aus unserer Gemeinde rund 60 Reiterpaare nach Storcha reiten. Von dort erwarten wir an die 45 Paare. Die Prozession, die aus Bautzen in Radibor ankommt, wird wohl aus rund 40 Paaren bestehen. Traditionsgemäß werden die in Radibor ankommenden Osterreiter in den Familien festlich bewirtet, worauf die Gastgeber sich intensiv vorbereitet haben.
Wo können die zahlreichen Schaulustigen an diesem Tage ein Mittagessen einnehmen? Wir erwarten wiederum an die 5- bis 6 000 Besucher, allerdings über den Tag verteilt. So "ballt" sich der Ansturm nicht so sehr. Eine Kommerzialisierung des tiefreligiösen Brauches ist nicht erwünscht. Dennoch hat man sich in der Gemeinde auf die Versorgung der Schaulustigen eingestellt. Es stehen den Besuchern vier gastronomische Einrichtungen zur Verfügung: das Restaurant "Meja", dessen Chef gleichzeitig eine Imbissversorgung in der Sporthalle "Slavia" organisiert, das Sportlerheim am Sportplatz, sowie die Gaststätte im Gewerbegebiet Schwarzadler.
Was sollten die Besucher beachten, die mit dem Auto anreisen? Am Ostersonntag ist die Durchfahrt durch Radibor zu den Zeiten der Prozessionen verboten. Es besteht Parkverbot in der gesamten Ortslage. Ein Behelfsparkplatz wird am Ortseingang aus Richtung Schwarzadler eingerichtet. Ansonsten sollte man den Ort an diesem Tage weiträumig umfahren. Alle Maßnahmen sind mit der Polizei abgestimmt, die auch am Ort präsent sein wird. Den Anweisungen der Ordner ist unbedingt Folge zu leisten. Auch auf das Mitbringen von Hunden sollten die Besucher nach Möglichkeit verzichten, um die Pferde nicht zu beunruhigen.
Das Gespräch führte C. Schumann.

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