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Rätsel um totes Reh an der neuen B 178

War es ein Wolf? Auf der neuen B 178 zwischen Oberseifersdorf und dem Gewerbegebiet Weinau lag am Montag ein zerfressener Rehbock.

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© Sven Hamann

Oberseifersdorf. Auf der neuen B 178 zwischen Oberseifersdorf und dem Gewerbegebiet Weinau hat gestern ein zerfressener Rehbock gelegen. Sven Hamann entdeckte das Tier beim Vorbeifahren. Aufgrund der aufgerissenen Bauchdecke vermutet der Mittelherwigsdorfer einen Wolfsriss dahinter. „Die streunen nun mal rum“, sagt er.

Ein Wildtierbeauftragter des Kreisjagdverbandes Oberlausitz hat sich den Rehbock angesehen und keinerlei derartige Spuren entdecken können. „Bei einem Wolf wäre wahrscheinlich nicht mehr so viel übrig“, sagt er. Stattdessen haben sich nach seiner Aussage vermutlich Füchse, Dachse, Greif- und Krähenvögel ihren Anteil geholt. Umgekommen ist der Rehbock laut dem Beauftragten aber bei einem Verkehrsunfall, der innerhalb der vergangenen zwei Tage passiert sein muss. „Der Autofahrer hat sich nicht entsprechend der gesetzlichen Regel verhalten“, sagt er.

Normalerweise müsste die Polizei gerufen werden, die wiederum den Jagdpächter informiert. Wildtierunfälle würden täglich vorkommen. Liegen gelassen werden tote Tiere nicht. In der Regel würden zwar keine Krankheiten von ihnen übertragen, aber man wisse ja nie, so der Beauftragte. Zudem sei der Anblick unästhetisch. So hat er das Reh am Ende vergraben. (SZ/tc)