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Rainer Jork gestorben

Der Radebeuler saß lange für die CDU im Bundestag. Bis zuletzt engagierte er sich für seine Stadt und den Landkreis Meißen.

Rainer Jork war Ehrenmitglied der Radebeuler CDU.
Rainer Jork war Ehrenmitglied der Radebeuler CDU. © SZ/ Jörg Schuber

Radebeul. Überraschend ist der Radebeuler Politiker Dr. Rainer Jork am vergangenen Donnerstag im Alter von 80 Jahren verstorben. Er habe die Arbeit der Radebeuler CDU Jahrzehnte lange geprägt, sagt Stadtratsfraktionsvorsitzender Ulrich Reusch.

Jork übernahm 1990 den Vorsitz der Radebeuler CDU, zog im März 1990 als Abgeordneter in die erste und einzige freigewählte Volkskammer der DDR ein und vertrat in den Folgejahren bis 2002 den Wahlkreis im Deutschen Bundestag. Anschließend saß er von 2004 bis 2019 für die CDU-Fraktion im Kreistag, auch als deren Vorsitzender.

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„Rainer Jork war ein Anwalt unserer Region mit hohem Sachverstand, sehr pflichtbewusst und zuverlässig bei allem, was er getan hat“, so Reusch. Der Radebeuler sei wegen seiner ausgeglichenen Art über die Grenzen der CDU hinaus ein geschätzter Gesprächspartner gewesen. „Er hat immer deutlich seine Meinung vertreten, sich aber nie in den Vordergrund gespielt.“

Als Vorsitzender des Städtepartnerschaftskommitees setzte sich Jork besonders für die Partnerschaft zwischen Radebeul und St. Ingbert im Saarland ein. Er war außerdem viele Jahre im Aufsichtsrat der Elblandkliniken und im Verwaltungsrat der Sparkasse aktiv. Bis zuletzt engagierte sich der Politiker als Vorsitzender der Senioren-Union im Landkreis Meißen. Noch Anfang Juli hatte die CDU Radebeul ihr Ehrenmitglied beim Sommerfest nachträglich zum 80. Geburtstag geehrt und mitgeteilt: „Rainer Jork hat viele Menschen unserer Region durch seine Persönlichkeit und seinen Einsatz überzeugt. Dafür gebührt ihm unser herzlicher Dank.“

Vor seiner Laufbahn als Politiker war der gebürtige Dresdner 20 Jahre auf dem Gebiet der Projektierung von Automatisierungsanlagen tätig und von 1965 bis 1984 nebenberuflich noch Berufsschullehrer. In den Jahren 1976 bis 1990 arbeitete er als Dozent an der Technischen Universität Dresden. Von 1985 bis 1990 war er Dozent für Automatisierungstechnik in der Ingenieurschule für Kraft- und Arbeitsmaschinenbau „Rudolf Diesel“ in Meißen. In seiner Laufbahn brachte er mehrere Fachbücher heraus und konnte auch mehrere Erfindungen patentieren lassen. 1971 trat er in die CDU ein.

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