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Reinhold Messner signiert Gipfelbuch - mal wieder

Zwei Bände des Buches auf dem Gusseisernen Turm in Löbau waren Vandalismus zum Opfer gefallen. 

Am Sonntag trug sich Bergsteiger-Legende Reinhold Messner zum bereits zweiten Mal ins Gipfelbuch des Löbauer Berges ein.
Am Sonntag trug sich Bergsteiger-Legende Reinhold Messner zum bereits zweiten Mal ins Gipfelbuch des Löbauer Berges ein. © Foto: privat

In den letzten Wochen hatte Stempel-Produzent Reinhart Keßner viel Kummer mit einem Projekt, dass ihm seit Jahren am Herzen liegt. Im Sommer 2015 begründete er das Gipfelbuch des Löbauer Berges, das auf der Aussichtsplattform des Gusseisernen Turmes ausliegt. Doch die beiden letzten Bände mit den Nummern 18 und 19 fielen Vandalismus zum Opfer. Aus dem Band 18 rissen Unbekannte sämtliche Seiten, Band 19 verschwand komplett.

Doch am vergangenen Sonntag erlebte Reinhart Kessner einen Lichtblick. Auf seiner Vortragsreise "Weltberge" machte nämlich der Mann wieder Station in Löbau, auf dessen ersten Besuch Keßners Gipfelbuch-Initiative zurückgeht: die Bergsteiger-Legende Reinhold Messner. Damals hatte der Unternehmer den Ausnahme-Alpinisten anlässlich seines Firmenjubiläums eingeladen. Auf dem Gusseisernen nahm Reinhold Messner damals den ersten Eintrag ins Gipfelbuch vor. 

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Heike und Reinhart Keßner mit Reinhold Messner bei der Einweihung des Gipfelbuchs auf dem Gusseisernen Turm im Sommer 2015.
Heike und Reinhart Keßner mit Reinhold Messner bei der Einweihung des Gipfelbuchs auf dem Gusseisernen Turm im Sommer 2015. © Archivbild: Rafael Sampedro

Jetzt war es noch mal so weit. "Meine Frau Heike und ich haben Reinhold Messner vor seinem Vortrag für ein paar Minuten getroffen", sagt Reinhart Keßner, "sein damaliger Besuch war ihm noch in guter Erinnerung." Für eine Turmbesteigung ließ Messners Terminplanung diesmal keine Zeit. Aber Reinhart Keßner brachte den noch jungfräulichen Band 20 mit zum Treffen und Reinhold Messner trug sich auch darin als Erster ein. Band 1 hatte Keßner auch zur Erinnerung mitgebracht. "Er hat sich angeschaut, was er damals eingetragen hat. Es war ein tibetischer Spruch. Deshalb hat er das auch bei seinem zweiten Eintrag gemacht", sagt Keßner. Und die Übersetzung dazu "Die Götter seien gnädig" hat er gleich mit dazu geliefert. Die Götter mögen nun auch Reinhart Keßner gnädig sein, dass Band 20 unbeschadet bleibt. Am Wochenende will Keßner ihn auf den Gusseisernen tragen.

Der jüngste Eintrag von Reinhold Messner ins Gipfelbuch des Löbauer Berges.
Der jüngste Eintrag von Reinhold Messner ins Gipfelbuch des Löbauer Berges. © Foto: privat

Die Nacht verbrachte Reinhold Messner bei seinem jetzigen Besuch nicht in Löbau. 2015 hatte Reinhart Keßner ihn im Haus Schminke einquartiert - und Messner damit zunächst unwissentlich einen großen Gefallen getan. "Als ich ihn am nächsten Tag zum Flughafen gefahren habe, hat er mich gefragt, ob ich eigentlich wüsste, dass er so ein großer Bauhaus-Fan ist", erinnert sich Reinhart Kessner. Das aber war Zufall. Für einen Besuch des Nudeldampfers hatte Messner jetzt im 100. Bauhaus-Jubiläumsjahr auch keine Gelegenheit. Dafür aber fand er wenigstens zwei spontane Helfer für den Verkauf seiner Bücher nach dem Vortrag. "Die Organisatoren fragten uns, ob wir helfen könnten, weil zwei Mitarbeiter wegen der Wetter-Kapriolen nicht kommen konnten", sagt Keßner. "So hat meine Frau Heike an dem Abend ein paar hundert Bücher verkauft.

Reinhold Messner und Reinhart Keßner trafen sich im Vorfeld des Vortrages "Weltberge".
Reinhold Messner und Reinhart Keßner trafen sich im Vorfeld des Vortrages "Weltberge". © Foto: privat

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