merken
PLUS

Döbeln

Reinsdorfer auf der Überholspur

Nach drei Jahren intensiven Trainings: Der Nachwuchs von Raudies-Racing/WorkHarder ist in Sachsens Spitze angekommen.

Der elfjährige Reinsdorfer Oskar Gühne auf der Strecke voll in Aktion.
Der elfjährige Reinsdorfer Oskar Gühne auf der Strecke voll in Aktion. © Raudies Racing/WorkHarder - MH Sportsfoto

Mächtig auf Achse sind derzeit die Motocrosser vom Reinsdorfer Team Raudies Racing/WorkHarder. Von den elf Piloten im Team fährt Eddy Frech international und Oskar Gühne, Justin Turowski sowie Tom Fischer nationale Meisterschaften, die anderen sechs Piloten im Landesmaßstab. 

„Das alles zur organisieren, ist richtig Stress. Eigentlich bin ich fünf Tage plus Wochenende damit beschäftigt“, sagt Teamchef Veit Raudies. So reist der 39-Jährige mit seinen Schützlingen nicht zu allen, aber zu den wichtigsten Rennen, außerdem den Sachsenmeisterschaftsläufen. Zudem kümmert er sich darum, dass die Maschinen laufen.

Anzeige
Sie sind gefragt: Umfrage zu #ddvlokalhilft
Sie sind gefragt: Umfrage zu #ddvlokalhilft

Wir wollen herausfinden, wie die Sachsen in der Krise einkaufen und wie wichtig lokale Hilfsprojekte wie #ddvlokalhilft bei der Unterstützung des Handels sind.

Der Bahrataler Eddy startete erst kürzlich bei den Internationalen ADAC Motocross-Masters. Im Training belegte der 14-Jährige einen hervorragenden 15 Platz von 80 Startern. „Im Rennen allerdings konnte er diese Leistung leider nicht wiederholen“, ärgert sich Raudies und fügt an: „Es sind noch zwei Rennen in der Serie. Hoffen wir mal, dass es noch ein gescheites Ergebnis gibt.“

Bei nationalen Rennen super dabei: Die neue Reinsdorfer Cross-Hoffnung Oskar Gühne.  
Bei nationalen Rennen super dabei: Die neue Reinsdorfer Cross-Hoffnung Oskar Gühne.   © Raudies Racing/WorkHarder

Ein Top-Ergebnis lieferte am vergangenen Wochenende Oskar Gühne im hessischen Bauschheim ab. Dort fuhr der Reinsdorfer bei der Deutschen Meisterschaft bis 65ccm. Im Training hatte es geregnet. Raudies: „Damit kam er überhaupt nicht zurecht und so startet er vom 22. Platz.“ 

Umso trockener die Strecke wurde, desto besser kam der Elfjährige mit den Bedingungen zurecht. Der zehnte Platz im ersten Wertungslauf sei schon aller Ehren wert gewesen, so Raudies. Umso mehr freuten sich die Reinsdorfer, als Oskar im zweiten Durchgang den vierten Platz abholte. 

Von Rang sieben gestartet, überholte der Waldheimer Oberschüler praktisch zeitgleich drei seiner Kontrahenten und hielt die Platzierung bis ins Ziel. Das bedeutete in der Tageswertung Rang fünf. „Ein super Ergebnis. Das bestätigt seine momentane Verfassung, die steil nach oben geht, denn bereits in Jauer belegte er kürzlich einen zehnten Platz“, freut sich der Teamchef und fügt an: „Er ist an seine Kontrahenten heran- und vorbeigefahren.“

Allerdings ist es das letzte Jahr für Oskar in dieser Klasse. Ab zwölf müsse er dann 85ccm fahren. „Es geht ja auch darum, nach vorn zu schauen. Und deshalb trainiert er auch schon mit der neuen Maschine“, sagt Raudies. So würde die Arbeit, die seit drei Jahren beim Team intensiv geleistet wird, auch Früchte tragen.

 „Da fühlt man sich als Verantwortlicher auch bestätigt, wenn man sich jede Woche beim Training mit den ’Wänstern’ herumärgert“, sagt Raudies lachend und erklärt: „In den kleinen Klassen reicht es einmal zu fahren und einmal in der Woche Athletik zu trainieren. Je älter die Piloten werden, desto mehr Ausdauer ist gefragt. Und da gilt es natürlich den inneren Schweinehund zu überwinden, um gut abzuschneiden.“

Das wollen die Reinsdorfer Motocrosser auch am kommenden Wochenende bei den Cross-Finals der Bundesländer in Magdeburg. Dort kämpfen die jeweils zwei besten Amateurfahrer pro Hubraumklasse aus jedem Bundesland als Team um die Meisterschaft. Aus Reinsdorf sind für Sachsen Eddy Frech, Justin Turowski und Oskar Gühne nominiert. 

„Das ist ein absoluter Jahreshöhepunkt“, sagt Raudies und stolz fügt an: „In den Klassen, die wir besetzen können, kommen von vier möglichen Piloten drei aus unserem Haus.“ Das sei eine Bestätigung, dass das Nachwuchskonzept in Reinsdorf aufgehen würde. Da gehöre auch das geschnürte Gesamtpaket dazu. Denn neben dem Fahren auf der Strecken, sind viele Arbeiten zu erledigen von der Wartung der Technik angefangen, bis hin zum Catering.

Und nicht zuletzt freut sich Veit Raudies, dass auch die Familien der Fahrer dahinterstehen. Und so werden reichlich mittelsächsische Fans nach Magdeburg an die Strecke reisen und darauf hoffen, dass die Rennen genauso erfolgreich verlaufen, wie die vergangen Wettkämpfe.

Mehr zum Thema Döbeln