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Rennpappen pausieren in Roßwein

Die Teilnehmer der diesjährigen Trabi-Tour Sachsen besichtigen das Feuerwehrmuseum. Zuvor müssen sie Aufgaben lösen.

Von Helene Krause

Trabants in verschiedenen Farben und Ausführungen stehen in einer Reihe vorm Feuerwehrmuseum in der Stadtbadstraße in Roßwein. Ein weißer Trabant 600 mit grünem Dach und mit einem grünen Streifen an den Seiten fährt gekonnt um rotweiße Kegel herum, die auf der Straße aufgestellt sind. Ihm folgt als nächster ein dunkelroter Trabant 601. Der Fahrer hat die Augen mit einem schwarzen Schal verbunden. Seine Beifahrerin sagt ihm, wie er lenken muss. Die Teilnehmer der diesjährigen Trabi-Tour Sachsen machen in Roßwein Station. Doch an Ausruhen wird nicht gedacht. Nach der Lösung von Wertungsaufgaben wird das Feuerwehrmuseum besichtigt.

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„Die Strecken sind vorgegeben“, sagt Tourleiter Ralf Lemnitzer, der für das Deutsche Jugendherbergswerk Sachsen arbeitet. Das Jugendherbergswerk ist in diesem Jahr der Veranstalter der Trabi-Tour. Vom 7. bis 14. Juni fahren die 19 Teams, die in der Jugendherberge Dahlen übernachten, durch Sachsen. Täglich werden Strecken von 100 bis 150 Kilometer absolviert. Immer zwei Personen sitzen in einem Fahrzeug. Neben Besuchen der örtlichen Sehenswürdigkeiten müssen die Teams Prüfungen ablegen. Das sind unter anderem Slalomfahrten, Bremsen auf den Punkt, Einparken nach Geschwindigkeit und Distanz, Spaßprüfungen wie das Slalomfahren mit verbundenen Augen und es werden theoretische Prüfungsfragen gestellt. Die Strecken sind vorgegeben. Die Teams fahren nach einem Bordbuch.

Begonnen hat die Veranstaltung 1999. Damals fand in Zwickau das Internationale Treffen der Trabantfahrer statt. Vorher gab es eine Rundfahrt durch Sachsen. Aus dieser Tour ging die Trabi-Rallye hervor. Seit 2010 ist die Veranstaltung eine ehrenamtlich organisierte und nennt sich Trabi-Tour. Bevor die Teilnehmer in Roßwein Station machten, hielten sie in Mügeln an der Schmalspurbahn, und gestern waren sie auf der Ami in Leipzig. Weitere Stationen sind morgen das Gymnasium in Grimma. Dort werden die Teilnehmer einen Spendenscheck für die Fluthilfe übergeben. Am Mittwoch wird die Bunkeranlage in Kossa besichtigt, und am Donnerstag sind sie in Dessau im Junkersmuseum.

Seit der ersten Rallye dabei sind Silke Soldner und Mike Weihmann-Soldner. Beide kommen aus Maulbronn bei Pforzheim. „Ein Kumpel sprach uns an, der damals Rallyeleiter war“, sagt Silke Soldner. Aus Eppendorf ist Stefan Reichel. Seine ganze Familie, Vater, Mutter, Bruder, Schwägerin und Nichte Josefine Reichel sind ebenfalls mit bei der Tour dabei. „Es macht Spaß“, erklärt er. Die Eltern haben 2001 die Trabi-Rallye mit organisiert.

Seit drei Jahren bei der Trabi-Tour dabei ist Thomas Dörfler. Seine Copilotin Maike Junghähnel fährt zum zweiten Mal mit. Beide kommen aus Zwickau. „Es ist eine gute Truppe und macht Spaß“, erklärt Maike Junghähnel. Fahrersprecherin Susanne Hempel aus Neuhaus-Schierschnitz in Thüringen fährt seit 2002 die Trabi-Tour mit. „Es ist einmal ein anderer Urlaub“, sagt sie und freut sich auf die nächsten Etappen.