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Richtfest an der Waldstraße

Nicht mal ein halbes Jahr nach dem Grundstückskaufhat die Genossenschaft Lößnitz die ersten beiden Häuser hochgezogen.

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Von Peter redlich

Hut ab! Im Juni Grundstückskauf. Im August die Baugenehmigung. Im September Baubeginn. Und jetzt sind die ersten beiden von fünf neuen Häusern der Wohngenossenschaft Lößnitz winterfest hochgezogen. Gestern war Richtfest an der Waldstraße.

80 Bauleute langten kräftig zu, nachdem Lößnitztalschänken-Wirt Jens Seidel Klöße, Rotkohl und Rouladen aufgefahren hatte. Darauf haben die Maurer, Zimmerleute und Elektriker zum Richtfest nicht nur ein Recht, sondern auch allen Grund. Die Bauherren Klaus Bischoff und Thomas Vetter, die Vorstände der WG Lößnitz, bescheinigen ihnen grundsolide Arbeit.

Das beginnt bei dem als sogenannte schwarze Wanne, weil wasserdicht und wärmedämmend gemauerten Keller und setzt sich über die akkurat gesetzten Ziegel bis zum Dach fort. Im Oktober nächsten Jahres sollen die ersten zwölf Mieter einziehen können. An den genauen Kaltmieten rechnen die Vorstände noch. Sicher sei aber, dass die Betriebskosten weit unter zwei Euro je Quadratmeter gedrückt werden sollen. Das sei machbar, weil beispielsweise moderne Brennwertkessel eingesetzt werden, so Bischoff. Aber auch eine unterirdische Sickergrube sei vorgesehen. Die senkt dann die Abwasserkosten.

30 Wohnungen will die Genossenschaft insgesamt an der Waldstraße in fünf Häusern anbieten. Sie sollen zwischen 80 und 92 Quadratmeter haben. Je drei Dreiraumwohnungen sind in den jetzt fertig gemauerten Häusern. Die folgenden Gebäude seien ausschließlich für Vierraumwohnungen vorgesehen, so der Technikvorstand.

Neue Häuser, die die Wohnungsgenossenschaft dringend für junge Familien braucht. Zwar hat die WG ihre 1224 Wohnungen nahezu zu 100 Prozent vermietet. Allerdings, der Altersdurchschnitt liegt bei über 65 Jahren, sagt der Kaufmännische Vorstand Thomas Vetter.

Hoher Vermietungsstand sichert der Genossenschaft auch solide Einnahmen. 54 Millionen Euro Umsatz im Jahr stehen zu Buche. Etwa vier Millionen Euro vom Geld ihrer Mieter setzen die Manager für Instandhaltung ein. Alle Radebeuler Wohnungen seien nach der Wende jetzt durchsaniert und auf modernem Standard, so Klaus Bischoff.

Die Nachbarn tun sich schwer

Eine solide Finanzsituation und die Verbindung zu guten einheimischen Handwerksfirmen machte es möglich, dass der Baustart in Radebeuls größtem Neubaugebiet an der Waldstraße so rasant gelingen konnte.

Knapp acht Hektar Baufläche sollen hier bebaut werden. Die Genossenschaft hat davon rund 5500 Quadratmeter bekommen. Auf der großen Nachbarfläche tut sich allerdings der Bauträger Kondor Wessels bei Preisen ab 380000 Euro für das Doppelhaus schwer.