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Rissen auf der Spur

Vergangenen Freitag, nach 14 Uhr feierten die Geschäftsführer der SOBAtec GmbH ihren offiziellen Start als Kamenzer Unternehmen. Die vier Herren zwischen 36 und 49 Jahren arbeiten seit geraumer Zeit in der Lessingstadt - mit zehn Beschäftigten.

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Vergangenen Freitag, nach 14 Uhr feierten die Geschäftsführer der SOBAtec GmbH ihren offiziellen Start als Kamenzer Unternehmen. Die vier Herren zwischen 36 und 49 Jahren arbeiten seit geraumer Zeit in der Lessingstadt - mit zehn Beschäftigten. Die "Alte Windmühle", die dem Gebiet den Namen gibt, dient als Bürohaus, die Halle daneben als Produktionsstätte. Noch sind sie Mieter, aber demnächst werden sie von "Bugasch und Richter" kaufen, die bisher hier als Unternehmen tätig waren.
Bei SOBAtec werden Sondermaschinen und Bahntechnik gebaut - für die Deutsche Bahn AG. "Am Montag beispielsweise geht eine Prüfmaschine nach Wittenberge ins dortige Instandsetzungswerk", informiert Diplom-Ingenieur (FH) Dieter Krahnert. Der Hoyerswerdaer hat hier für technischen Fragen den Hut auf. Mit Stolz erzählt er von dem Ding, das den letzten Schrei der technischen Entwicklung darstellt - für die Ultraschall-Prüfung von Radkranz und Radscheibe. "Wir arbeiten hier mit dem Frauenhofer-Institut zusammen." Die Forschungseinrichtung hat ein besseres Gerät entwickelt, um Risse in diesen für das sichere Fahren von Eisenbahnwagen entscheidenden Teile exakter feststellen zu können. Bekanntlich waren derartige nicht erkannte Materialfehler die Ursache des Enschede-Unglücks. "Unsere Technik kann das entsprechende Material aller Züge der Deutschen Bahn AG prüfen", erklärt Krahnert. Nach Delitzsch und Paderborn werden die nächsten Prüfmaschinen geliefert. Die notwendige Erfahrung bringen die vier Ingenieure mit. "Wir sind alte Eisenbahner und haben uns schon bei der Reichsbahn mit diesen Prüfungen beschäftigt. Wir waren auf diesem Gebiet schon ziemlich weit", merkt der Ingenieur an. Aber heute sei die Zeit noch schnelllebiger, die technische Entwicklung auch in dieser Branche rasant wie nie. "In drei Jahren ist das Prüfgerät ein altes Ding. Wichtig ist es deshalb, immer auch zu wissen, was unsere Kunden wünschen und brauchen." Ein Workshop in dieser Woche diente dazu, sich hier erneut kundig zu machen. Experten der Deutschen Bahn AG kamen aus Berlin und Dresden nach Kamenz, sc hauten sich alles an und sollen nicht schlecht gestaunt haben. (SZ/kä)

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