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Sängerbund feiert 160. Geburtstag mit Sommerfest

Die Spitzkunnersdorfer sind ein geselliges und gesangsfreudiges Völkchen. Das bewahrheitet sich seit 160 Jahren. 1850 wurde nämlich als erster Verein des Dorfes der Sängerbund gegründet. „Und schon damals wurden Sommerfeste veranstaltet“, weiß Siegfried Heinze.

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Von Angelika Dornich

Die Spitzkunnersdorfer sind ein geselliges und gesangsfreudiges Völkchen. Das bewahrheitet sich seit 160 Jahren. 1850 wurde nämlich als erster Verein des Dorfes der Sängerbund gegründet. „Und schon damals wurden Sommerfeste veranstaltet“, weiß Siegfried Heinze. Allerdings von jedem Verein in kleinem Rahmen in seiner Stammgaststätte.

Der 80-Jährige gestaltet bereits 64Jahre aktiv das Vereinsleben der frohen Sängerschar mit. Von 1955 bis 2007, also über 50 Jahre, sogar als Vorsitzender. Und so ist es ihm mit zu verdanken, dass es das Spitzkunnersdorfer Sommerfest gibt.

1961 ließ es der damalige Volkschor als Vereinsfest wieder aufleben und veranstaltete es fortan jährlich beim Kretscham. Wie die anderen Vereine ihr Ding machten. Bis Mitte der 1970er Jahre lebte es laut Heinze von den tollen Einfällen von Horst Langer. Sicher erinnern sich die Älteren noch an den damals auch von Funk und Fernsehen bekannten Liedermacher, Komponisten sowie Kopf des Spitzkunnersdorfer Gesangstrios „Die Käuze“, Selbst Fußball-WM-Übertragungen gab es damals schon. So wurde beim Sommerfest 1974 organisiert, dass das Endspiel in einem Geschäft beim Kretscham verfolgt werden konnte.

„Unser zum 125-jährigen Chorjubiläum ausgerichtetes Fest war im damaligen Kreis Zittau so gut angekommen, dass wir das Sommerfest 1976 gleich für die ganze Kreisbauernschaft mit öffnen mussten“, erzählt Siegfried Heinze. Der Schmiedemeister hat 1975 auch selbst das großes Festzelt gebaut. Doch dann trat erst einmal eine Flaute ein. Es war kräftemäßig nicht mehr zu schaffen. Ende der 1970er Jahre übernahm der Jugendklub zweimal die Festorganisation.

1982 interessierte sich dann die Sportgemeinschaft dafür und begann, alle Vereine des Ortes mit konkreten Aufgaben einzubeziehen. Den organisatorischen Hut dafür hatte und hat auch weiter ein Heinze auf: Sohn Jürgen, zugleich mittlerweile langjähriger Vorsitzender des TSV Spitzkunnersdorf e.V. „Alles Vetternwirtschaft“, schmunzeln Michael Müllerlei und Andreas Wagner vom Vorstand des Sängerbundes. So erklärt sich aber auch, warum der Sängerbund sein Jubiläum mit dem Sommerfest an diesem Wochenende verbindet. Und neben den rund 45 „unerhört netten Spitzkunnersdorfer Sängern in den besten Jahren, die unerhört schöne Lieder singen“ sind natürlich auch befreundete Singegemeinschaften von außerhalb einbezogen. Am 26. September gibt es dann noch ein großes Festkonzert.