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SC Freital gewinnt erstes Pflichtspiel

Fußball: Der neue Klub siegt im Pokal in der Verlängerung. Wilsdruff muss ins Elfmeterschießen, ist aber ebenfalls weiter.

In die nächste Runde gekämpft: Erik Schütze (in schwarz) und seine Freitaler.
In die nächste Runde gekämpft: Erik Schütze (in schwarz) und seine Freitaler. © Egbert Kamprath

Der SC Freital und die SG Motor Wilsdruff haben ihre ersten Pflichtspiele der neuen Saison gewonnen. Im Sachsenpokal setzten sich die beiden Landesligisten in ihren Auftaktpartien durch. Während Freital Liga-Kontrahent FC Lößnitz mit 2:1 nach Verlängerung bezwang, siegte Wilsdruff im Duell mit dem ebenfalls in der Landesliga aktiven LSV Neustadt/Spree 4:2 nach Elfmeterschießen. Der Hartmannsdorfer SV Empor musste sich unterdessen mit 1:2 dem Meißner SV geschlagen geben.

Beim SC Freital war der Jubel doppelt groß, denn die Pokal-Partie war zugleich das erste Pflichtspiel der 1. Männermannschaft in der noch jungen Vereinsgeschichte. Vor 145 Zuschauern erzielten Steve Müller (99.) und Marian Weinhold (105.) die Tore für den Sportclub, ehe Marcel Becher einen Foulelfmeter zum Anschlusstor nutzte (107.). Wenig später sah SCF-Kicker Sandro Schulze die Gelb-Rote Karte, aber die Freitaler gaben das Weiterkommen nicht mehr aus der Hand.

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„Lößnitz war der erwartet schwere Brocken. Spielerisch lief noch nicht alles auf höchstem Niveau, aber der kämpferische Einsatz war stark“, sagte Freitals Trainer Knut Michael. „Wir haben die besseren Chancen kreiert, ich bin insgesamt zufrieden mit der Vorstellung.“

Gespannt waren die Fans auf die Freitaler Startformation, denn nach der Fusion von Hainsberger SV, Stahl Freital und Motor Freital musste Michael aus den früheren beiden Landesklassen-Mannschaften von Hainsberg und Stahl sowie einigen externen Zugängen ein schlagkräftiges Team zusammenstellen. Zwischen den Pfosten stand Steffen Beer, aber der Trainer erklärte nach dem Abpfiff: „Wer zum Punktspielstart hält, ist weiter offen.“ Neben Beer wurden drei ehemalige Stahl-Kicker für die Startelf nominiert (Witzmann, Ruß und Müller). Hinzu kamen vier Ex-Hainsberger (Weinhold, Schütze, Herzig und Schmidt) sowie die drei Neuzugänge Clemens Krüger, Sandro Schulze und Rico Tänzer.Auch die SG Motor Wilsdruff traf in Runde eins auf einen Kontrahenten aus der Sachsenliga. Beim LSV Neustadt/Spree setzte sich die Mannschaft von Trainer Paul Rabe nach einem 0:2-Pausenrückstand mit 4:2 nach Elfmeterschießen durch. Schon nach acht Minuten lagen die Gäste im Hintertreffen, nachdem Gracjan Arkuszewski Michael Arnold im Wilsdruffer Tor überwunden hatte. Wenig später traf Arkuszewski die Querlatte. In der 29. Minute sah der Neustädter Khaddy Kazadi-Leonowicz die Rote Karte. Die Hoffnung der Gäste, in Überzahl die Partie zu drehen, erfüllte sich zunächst nicht. In der 55. Minute erhöhte Daniel Mlonek auf 2:0.

Neustadt schien auf dem Weg in Runde zwei, hatte aber die Rechnung ohne Roma Stührenberg gemacht. Der 20-Jährige schockte die Gastgeber mit einem Doppelschlag (71., 72.). In der Verlängerung fielen keine Tore. Im Elfmeterschießen avancierte der Wilsdruffer Kapitän Michael Arnold zum Mann des Tages, parierte drei von vier Schüssen der Neustädter, während Roma Stührenberg und Tom Hartung trafen und die Gäste nach einem beeindruckenden Pokalfight jubeln ließen.„Nutzt Neustadt seine Chancen, ist das Spiel nach 20 Minuten entschieden. Auch in Unterzahl machte der LSV weitgehend das Spiel, während unsere Offensivversuche durch ungenaue Aktionen meist verpufften“, sagte Motor-Coach Paul Rabe nach Spielende. „Nach dem 0:2 haben wir auf ein 4-3-3 umgestellt, und das brachte sofort den erhofften Erfolg. Die Verlängerung war der Wahnsinn, mit Chancen hüben wie drüben. Unser Kapitän hat uns schließlich mit seinen drei Paraden eine Runde weitergebracht.“

Sechs Niederlagen für den Landkreis

Der Hartmannsdorfer SV Empor zog im Duell gegen Landesklassen-Kontrahent Meißner SV den Kürzeren (1:2). Dennis Scholtissek (29.) und Franz Krauspe (40. Sorgten für die 2:0-Pausenführung der Domstädter. „Wir nutzen zwei Großchancen nicht, Meißen dagegen schlägt eiskalt zu“, sagte Günther Nitschke. In der 63. Minute hellten sich die Gesichtszüge des ehemaligen Vereinschefs aber wieder auf, denn David Glöckner verkürzte aus Sicht der Hausherren auf 1:2. Danach drückte Empor auf den Ausgleich, um wenigstens in die Verlängerung zu kommen, aber mit Glück und Geschick brachten die Meißner den knappen Vorsprung über die Zeit.

Der SV Wesenitztal musste sich Großenhain mit 1:5 geschlagen geben. Zwar gelang dem SVW kurz nach der Pause das zwischenzeitliche 1:2 durch einen von Felix Böhme verwandelten Strafstoß, aber die Röderstädter legten noch dreimal nach. Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich der Heidenauer SV und der SC Borea. Am Ende setzten sich die Dresdner mit 5:3 durch. Der BSV Sebnitz unterlag beim Pflichtspiel-Debüt von Trainer Uwe Kuhl 1:3 gegen den Dresdner SC.

Da auch die beiden Pirnaer Klubs ihre Spiele verloren - Copitz musste sich Laubegast 1:2 geschlagen geben, der 1. FC Pirna 0:4 dem FC Stahl Rietschen -, sind Freital und Wilsdruff die beiden letzten Vertreter des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Sachsenpokal. Dessen zweite Runde wird am Montag ab 16 Uhr in Leipzig ausgelost und soll am 12. und 13. September ausgetragen werden. In der Lostrommel befinden sich nun auch die fünf sächsischen Oberligisten, während die Dritt- und Viertligisten noch einmal ein Freilos erhalten.

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