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Schanzen aus Napoleons Zeiten

Ich habe ja gewusst, dass die Dresdner Heide voller Geheimnisse steckt." Aber das es so viele verschiedene Kulturdenkmäler gibt, dass überrascht selbst Werner Kurzmann. Er arbeitet seit Jahren im Langebrücker Fremdenverkehrsamt und kennt sich aus in Dresdens größtem Waldgebiet.

Von Bettina Schneider

Ich habe ja gewusst, dass die Dresdner Heide voller Geheimnisse steckt." Aber das es so viele verschiedene Kulturdenkmäler gibt, dass überrascht selbst Werner Kurzmann. Er arbeitet seit Jahren im Langebrücker Fremdenverkehrsamt und kennt sich aus in Dresdens größtem Waldgebiet. Gleich ihm fanden viele Interessierte Freitagabend den Weg ins Schloss Klippenstein.
Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung, die unter Federführung des Denkmalschutzamtes Dresden entstand, stehen 56 Denkmale der Dresdner Heide. In Wort und Bild dargestellt ist beispielsweise die Hofewiese bei Langebrück. Sie wurde bereits 1547 auf den Heidekarten von Homelius und Oeder erwähnt. Ursprünglich als Wildfütterung gedacht, überließ König Friedrich August der Gerechte das Anwesen dem Dresdner Kabinettsminister Camillo Marcollini in Erbpacht.
Während das 1781 erbaute Langebrücker Forsthaus weitestgehend noch im Originalzustand erhalten ist, gilt das Fischhaus als das älteste Forsthaus der Region. Bereits im 17. Jahrhundert besaßen die Inhaber das Schankrecht. Zu sehen ist auch die Rieseneiche im Sauerbusch bei Langebrück, die heute einen Umfang von sechs Metern hat. Sie wurde bereits 1679 und 1687 in alten Dokumenten erwähnt.
Die einst für die hohe Jagd des Sächsischen Fürstenhauses im Sternenflügelsystem angelegten Waldwege sind bis heute erhalten. So können Wanderfreunde immer noch über den Rennsteig, den Kannenhenkel- und den Bischofsweg laufen.
Wohl nur wenige wissen, dass bereits 1000 v. Chr. erste Besiedlungen der Dresdner Heide nachzuweisen sind. Und was in der Nähe der Mordgrundbrücke wie ein bewachsener Erdhügel aussieht, ist künstlichen Ursprungs. Die Napoleonschanze über dem Steinbruch, als Beobachtungsposten am 26. August 1813 genutzt, wurde schon 1758 von den Preußen im Kampf gegen die Österreicher aufgeworfen.
Wilhelmine Krause-Kleint, Sachgebietsleiterin Bodendenkmale im Dresdner Denkmalschutzamt, betonte in ihrer Eröffnungsrede: "Mit dieser Ausstellung möchten wir Augen öffnen, für Unscheinbares und Verborgenes in der Dresdner Heide." Vielleicht wird ja auch die eine oder andere Schulklasse ihren nächsten Projekttag im Radeberger Schloss verbringen. Die Ausstellung bietet bis zum 1. Mai dafür reichlich Gelegenheit.

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