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Schloss Lauterbach wird weiter saniert

Wenn sich der Förderverein Schloss und Park Lauterbach am Freitag im Gartensaal zur Mitgliederversammlung trifft, dann werden auch die nächsten Arbeiten am Schloss besprochen. Just deshalb waren kürzlich...

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Wenn sich der Förderverein Schloss und Park Lauterbach am Freitag im Gartensaal zur Mitgliederversammlung trifft, dann werden auch die nächsten Arbeiten am Schloss besprochen. Just deshalb waren kürzlich Denkmalpfleger und der von der Gemeinde beauftragte Restaurator Gunter Preuß aus Naustadt in Lauterbach. „Es ging um Detailfragen, wie die Gebäudesanierung weitergeführt wird“, bestätigt Bürgermeisterin Margot Fehrmann (CDU).

Ein Herren-, ein Damenzimmer

Die untere Etage des Schlosses wird bereits in einer zweiten Welle auf Vordermann gebracht. Entsprechend einer denkmalpflegerischen Konzeption werden der Vorraum von der Hofseite aus, der Musiksalon sowie das Herren- und das Damenzimmer in Angriff genommen. „An den Wänden gab es Untersuchungen zur Farbigkeit, an den Fensterbögen wurden alte Farben freigelegt“, so Margot Fehrmann. Der Förderverein, der die Sanierungsarbeiten nun im April wieder aufnehmen will, hat damit Gestaltungsvorgaben. Auch die Fußböden wurden von der Denkmalpflege in Augenschein genommen. Im Musiksalon musste er neu aufgebaut und wieder Parkett verlegt werden. Dort hat Fachmann Ronald Pietzsch aus Ebersbach den Stuck repariert. Damit konnte ein weiterer Veranstaltungsraum gewonnen werden. In die Arbeiten des Fördervereins sollen auch Ebersbacher Mittelschüler einbezogen werden. Gute Chancen im Wettbewerb

Mit dem immer schöner werdenden Schloss, in dem in diesem Jahr auch wieder geheiratet wird, hätte der Ort gute Chancen im Wettbewerb „Sachsens schönste Dörfer“. Weil sich bisher nur elf Orte des Freistaates beworben haben, ist der Wettbewerb offen für weitere Anwärter. Nach SZ-Informationen wurden Beiersdorf und Lauterbach – neben Lüttichau – vom Landesamt für Denkmalpflege sogar als würdige Kandidaten gehandelt. Außergewöhnliches baukulturelles Erbe gilt als Voraussetzung. Bürgermeisterin Margot Fehrmann wusste gestern noch nichts von diesen Chancen. Die Gemeinde müsste nun die Bewerbung stellen.

Kathrin Krüger-Mlaouhia