merken
PLUS Radebeul

Schneider Systembau erweitert Firmensitz

Neben Objekten in mehreren Bundesländern baut die Firma derzeit auch in Radeburg. In eigener Sache. Das hat verschiedene Gründe.

Das Fundament für das neue Gebäude der Schneider Systembau GmbH in Radeburg kann bald gegossen werden.
Das Fundament für das neue Gebäude der Schneider Systembau GmbH in Radeburg kann bald gegossen werden. © Norbert Millauer

Radeburg. Ausgerechnet an einem arbeitsfreien Tag, dem 1. Mai, wurde die Schneider Systembau GmbH gegründet. Vor 29 Jahren. Ein Omen war das nicht. Ganz im Gegenteil. Denn an Arbeit hat des dem Radeburger Unternehmen, das zur Schneidergruppe im baden-württembergischen Stimpfach gehört, seit dem nicht.

Ganz im Gegenteil. Erfolgte der Start mit 40 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zwei, drei Millionen D-Mark, hat die Firma nun schon seit vielen Jahren um die 120 Leute und der Umsatz liegt regelmäßig zwischen 45 und 50 Millionen Euro.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Dieses Wachstum und das 2021 anstehende 30-jährige Firmenjubiläum sind die wichtigsten Gründe dafür, dass Schneider Systembau neben den aktuell laufenden Projekten kürzlich auch eine Baustelle in eigener Sache gestartet hat. Direkt am Firmensitz in der Schneiderstraße in Radeburg.

„Gebaut wird ein weiteres Bürogebäude, das die bestehenden beiden verbindet, so dass ein U-förmiger Gesamtkomplex entsteht“, sagt Prokurist Birk Wagner. Kosten soll der Neubau rund zwei Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für den April nächsten Jahres geplant. In dem modernen Verbindungsbau mit Vorhangfassade entstehen aber nicht nur zusätzliche Büroräume. Etwa die Hälfte der Fläche soll als Sozialbereich genutzt werden. „Künftig gibt es dort eine große Cafeteria“, ergänzt Birk Wagner.

Die Erweiterung soll aber auch für den Einbau einer modernen Geothermie-Heizung genutzt werden. Geplant seien zudem kleinere Arbeiten in den beiden Altgebäuden. Äußerlich wird an diesen dagegen nichts verändert. „Das haben wir schon gemacht.“ Vor der Firmengründung waren diese Häuser als Ledigenwohnheim und Kinderkrippe des KIM (Kombinat industrielle Mast) genutzt worden. Die ersten Schneider-Mitarbeiter kamen aus der Radeburger Bauabteilung des DDR-Kombinats.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

Dank der bereits vor der Corona-Pandemie begonnenen Projekte in mehreren Bundesländern und dem Umstand, dass Mitarbeiter der Firma weder erkrankten noch in Quarantäne mussten, ist die aktuelle Krise bisher an Schneider Systembau vorbeigegangen. Geschäftsführer Ingo Vogler hofft, dass das auch weiter so bleibt. „Wir sind schon die ganzen Jahre sehr flexibel gewesen und können jede Nische besetzen. Das wird uns auch in den nächsten Monaten helfen.“

So gehört zu den aktuellen Baustellen ein Altenpflegeheim in Plauen, ein Objekt für Betreutes Wohnen in Hohen Neuendorf und ein Medizinisches Versorgungszentrum in Marienberg. Dazu kommen noch mehrer Einkaufsmärkte in der Region Halle-Leipzig. „Im Durchschnitt realisieren wir im Jahr 20 Projekte unterschiedlicher Größe“, erklärt Ingo Vogler. Inzwischen, wie in den Anfangsjahren, fast alle wieder in Sachsen und den angrenzenden ostdeutschen Bundesländern. „Aktuell haben wir nur eine Baustelle außerhalb dieses Gebiets - in Bayern.“

Vor gut zehn, fünfzehn Jahren, als der große Boom im Osten erst einmal vorbei war, gab es aber auch Jahre, in dem der größere Teil des Umsatzes in den westlichen Bundesländern erwirtschaftet wurde.

Dass es jetzt zu einem großen Einbruch im Baugeschäft kommt, glaubt der Prokurist nicht. „Perspektivisch wird sich die Situation wohl eher noch verschärfen, weil die Fachkräfte fehlen.“ Schneider Systembau sieht er dabei gut aufgestellt. „Wir bilden schon über Jahre aus und versuchen, die Leute an die Firma zu binden. Bisher hat das funktioniert.“

Mehr lokale Nachrichten aus Meißen lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Radebeul lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Radebeul