SZ +
Merken

Schöpstal will Geld aus Konjunkturpaket für Kitas

Der Gemeinderat hatden fünf Vorhaben fürdas Konjunkturpaket mehrheitlich zugestimmt.

Teilen
Folgen

Von Anja Hecking

Mit vorsichtiger Euphorie und gesunder Skepsis, aber dennoch mit großer Mehrheit, hat der Gemeinderat fünf Vorhaben beschlossen. Für diese würde die Gemeinde Schöpstal gern Geld aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung ausgeben. Es sind zusätzliche Maßnahmen, für die die Kommune kein Geld im Haushalt eingestellt hat. Die Eigenanteile der Gemeinde sollen aus der Rücklage gedeckt werden. „Wir planen keine Kreditaufnahme“, sagt Bürgermeister Bernd Kalkbrenner (FDP) gegenüber der SZ. Für die Maßnahmen, die Aussicht auf eine Förderung haben, will der Gemeinderat genau prüfen, was im einzelnen sinnvoll und nachhaltig ist.

die Kindergärten

in Girbigsdorf und Ebersbach

Die Gemeinde hat für ihre beiden Kindergärten in Girbigsdorf und Kunnersdorf Sanierungsarbeiten im Blick, die in Folge Energieeinsparungen bringen sollen. So sind in beiden Kitas die Erneuerung von Dach und Fenstern, eine Umstellung der Heizung sowie weitere Maßnahmen zur Wärmedämmung vorgesehen. In Kunnersdorf könnten dabei außerdem Veränderungen im Dachgeschoss in Sachen Brandschutz mit erledigt werden. Zusätzlicher Platz zum Bewegen und Schlafen der Mädchen und Jungen könnte entstehen. In beiden Einrichtungen wäre auch der Einbau einer Kinderküche denkbar. Bei Gesamtkosten von jeweils über 250 000 Euro würde sich der Eigenanteil der Gemeinde pro Kita um die 55 000 Euro herum bewegen.

Das Ortschaftszentrum

in Girbigsdorf

Über das Konjunkturpaket schwebt der Gemeinde auch vor, das Girbigsdorfer Schloss weiter zu sanieren. Hier hat nicht nur der Abwasserzweckverband seine Geschäftsstelle. Vereine aus dem Ort treffen sich, und Bürger nutzen das Haus. Das Schloss hat sich zu einem kleinen Ortschaftszentrum entwickelt. Im Gebäude wurde in den vergangenen Jahren auch schon einiges gemacht. Allerdings steht die Außenhülle des denkmalgeschützten Hauses immer noch in der Warteschleife. Eine Sanierung von Dach und Fassaden sowie die Erneuerung der Fenster würde insgesamt rund 350 000 Euro kosten. Der Eigenanteil würde über 65 000 Euro ausmachen.

Die Frömterbrücke

Im Ortsteil Kunnersdorf

In Kunnersdorf muss ein Ersatzneubau für die Frömterbrücke her. Über die Notwendigkeit hat der Gemeinderat schon mehrfach geredet. Bisher hatten auch hier andere Maßnahmen Vorrang. Kosten würde die Erneuerung der Brücke insgesamt über 180 000 Euro. Reichlich 35 000 Euro müssten als Fördermittel aufgebracht werden.

Ein Funktionstrakt für die

Turnhalle in Ebersbach

Die Turnhalle in Ebersbach wurde im Zuge des Schulausbaus zwar mit saniert. Aus Kostengründen hat die Gemeinde Schöpstal dabei auf einen zusätzlichen Trakt verzichtet. In diesem Anbau waren weitere Sanitärbereiche, Umkleidemöglichkeiten und Abstellräume geplant. Jetzt rückt dieses Vorhaben doch wieder etwas in den Blickwinkel der Gemeinde. Mit über 30 000 Euro Eigenmitteln könnten rund 155000 Euro Fördermittel für dieses Projekt ins Schöpstal geholt werden.