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Schule bereitet Jubiläum vor

Oderwitz. Die Pestalozzi-Mittelschule feiert 2008 das 80-jährige Bestehen der Oberoderwitzer Bildungsstätte.

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Von Angelika Dornich

In der kommenden Woche wird an der Oderwitzer Mittelschule eine Festkommission gebildet. „Wir feiern aller fünf Jahre ein Schulfest“, sagt Schulleiter Bernd Runge. 2008 gibt es auch einen besonderen Anlass. Die Schule, konkreter gesagt, der Altbau, wurde 1928 eingeweiht. Das 80-jährige Jubiläum steht also an.

Schüler, Lehrer und Eltern konnten jetzt Vorschläge für das Festprogramm einbringen. Für Mai, Juni ist eine ganze Festwoche vorgesehen. Für die Kommission gibt es nun viel Arbeit, angefangen von der Wahl des günstigsten Zeitraums bis zum Aufstellen des Programms mit Höhepunkten.

Mit Höhepunkten und Besonderheiten wartet die Schule aber auch jetzt auf. Die zwei neunten Klassen beispielsweise waren erst am Donnerstag und Freitag auf Exkursion. Und zwar in Auschwitz. „Damit sie mal selbst Einblick in das größte deutsche Vernichtungslager in der Zeit des Nationalsozialismus bekommen“, sagt Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrerin Sandra Abram. Auch ein Abstecher nach Krakow (Krakau) wurde gemacht. Die Fahrt war Projekthöhepunkt. „Bereits im vergangenen Schuljahr haben wir uns intensiver mit dem Nationalsozialismus, Judenvernichtung und dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt“, sagt Frau Abram. Die Klasse 10a indes beschäftigt sich derzeit mit dem anspruchsvollen Projektthema „Verantwortung und Selbstverwirklichung am Beispiel Faust“. Dabei werden auch sechs verschiedene Bühnenbilder gestaltet, verrät Deutschlehrerin Silke Jährig.

Zu den Besonderheiten der Schule zählt, dass in die beiden sechsten Klassen zwei Schüler mit dem Aperger-Syndrom (leichte Form des Autismus) integriert sind und in der siebenten Klasse ein Mädchen mit Hörschädigung. „Alle Lehrer absolvierten deswegen entsprechende schulinterne Weiterbildungen“, so Schulleiter Runge. Jedes Schuljahr müssen auch extra Integrationspläne für diese Schüler erarbeitet werden.

Außerdem scheint die Oderwitzer eine besonders sportliche Mittelschule zu sein. Davon zeugen nicht nur viele ausgestellte Siegerurkunden und Pokale, sondern zum Beispiel auch jährlich eigene Schwimmmeisterschaften im Oderwitzer Volksbad sowie die Inlineskating-Tour mit Musik vom Ober- ins Niederdorf und zurück. Vielleicht nehmen 2008 auch tschechische Schüler an solchen Wettbewerben teil. Die AG Tschechisch, geleitet von Doris Dreßler, hat nämlich eine Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium in Varnsdorf angekurbelt.

„Wir hoffen aber auch, dass im Jubiläumsjahr ein Zeichen für die weitere Zukunft unserer Schule gesetzt wird“, sagt Runge. Eine umfangreiche Sanierung steht an. Deshalb widmen sich im Vertiefungskurs Technik der zehnten Klasse zwei Schüler dem Projekt „Visionen zum Umbau der Mittelschule Oderwitz“. Vielleicht können sie sich bei der Planung mit einbringen.