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Zukunft der Schwimmhalle weiter offen

Die gute Nachricht: das Hirschfelder Bad macht jetzt nach der Corona-Pause wieder auf, ebenso wie das Zittauer Stadtbad. Was bedeutet das für das Schulschwimmen?

Hochbetrieb in der Hirschfelder Schwimmhalle: Die Halle wird von vielen Gemeinden für den Schwimmunterricht der Grundschulen genutzt.
Hochbetrieb in der Hirschfelder Schwimmhalle: Die Halle wird von vielen Gemeinden für den Schwimmunterricht der Grundschulen genutzt. © Archivfoto: Matthias Weber/photoweber.de

Für das nächste Schuljahr ist der Schwimmunterricht gesichert: wie die Städtische Beteiligungsgesellschaft Zittau (SBG) jetzt mitteilt, werden die Schwimmhalle in Hirschfelde und das Zittauer Stadtbad zum Beginn des neuen Schuljahres, also ab dem 31. August, wieder öffnen. "Das betrifft neben den Angeboten für das Schul- und Vereinsschwimmen auch die Kursangebote und das öffentliche Schwimmen. Auch die Sauna im Stadtbad wird mit kleinen Einschränkungen wieder zur Verfügung stehen", so Matthias Hänsch, Geschäftsführer der SBG. 

Das erforderliche Hygienekonzept zur Gewährleistung der Sicherheit ist erstellt und genehmigt. Die Vorbereitungen zur Umsetzung sind in vollem Gang. Seit dem 15. März hatten beide Bäder den Betrieb aufgrund der Corona-Pandemie einstellen müssen. Schon kurz vor den Schulferien durften zumindest die Vereine die Schwimmhalle Hirschfelde wieder nutzen. Nun ist sie also bald für alle wieder offen. 

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Das dürfte in vielen Gemeinden zumindest für etwas Erleichterung sorgen. Denn vor allem die Schwimmhalle in Hirschfelde wird mangels Alternativen von vielen Kommunen in der Umgebung - auch aus dem Raum Löbau und dem Oberland - für den Schwimmunterricht an den Grundschulen genutzt. Der ist im Lehrplan für die zweite Klasse verankert und somit verpflichtend. Das bedeutet für die Gemeinden, die Träger der Grundschulen sind, aber auch, dass sie eine geeignete Schwimmhalle finden und den Transport der Kinder dorthin organisieren müssen. 

Stadtrat muss über Zukunft entscheiden

Das ist im Falle der Schwimmhalle Hirschfelde gerade für die Schüler aus dem Raum Löbau/Oberland schon aufwendig genug. Und nun das: die Stadt Zittau diskutierte darüber, die Schwimmhalle zu schließen. Sie hat sich ein Sparkonzept auferlegt, um den Haushalt zu konsolidieren. In dem Konzept steht die Schwimmhalle Hirschfelde auf der Liste der Einrichtungen, die geschlossen werden sollen. Zwar gab es eine Unterschriftensammlung für den Erhalt der Hirschfelder Schwimmhalle und andere Aktionen. Diese wurden auch von mehreren Zittauer Stadtratsfraktionen unterstützt. Bisher gibt es von deren Seite aber noch keinen Antrag im Stadtrat, der den Erhalt der Schwimmhalle in Hirschfelde fordert. Denkbar wäre, dass im Zuge der Diskussion um den Haushalt 2021 zu den einzelnen Streichpunkten entschieden wird. 

Die Schwimmhallen-Verträge werden für ein ganzes Schuljahr abgeschlossen. Das heißt, der Schwimmunterricht ist mindestens bis Sommer 2021 gesichert. Danach beginnt allerdings wieder die Ungewissheit für die Grundschulen, wo ihre Schüler künftig das Schwimmen lernen werden. 

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