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Siebenlehner Wasserturm erhielt eine neue Aussichtsplattform

Das technische Denkmal wurde für 120000Euro saniert und bekam auch eine neue Turmhaube. Morgen ist Einweihung.

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Zum 15. Wasserturmfest an diesem Sonnabend wird der Abschluss der Sanierung gefeiert. Seit Herbst 2009 restaurierten Handwerker das Wahrzeichen von Siebenlehn, den historischen Wasserturm. An dem 35 Meter hohen technischen Denkmal aus dem Jahr 1912 wurden die kompletten Tragstützen in Stand gesetzt. Die Fassade bekam einen neuen grauen Putz, das Dach eine neue Schieferdeckung. Auch die Turmhaube wurde erneuert.

Das Herzstück des Turms, der einstige große Wasserhochbehälter aus Stahlblech in einer Höhe von knapp 27 Metern – er hatte eine Speicherkapazität von 200 Kubikmetern – ist jetzt begehbar. Eine Aussichtsplattform wurde in dem vier Meter hohen Behälter installiert. „Von dort haben die Besucher eine wunderschöne Sicht auf Siebenlehn, Nossen, das Dresdner Umland bis zum Collmberg bei Oschatz“, sagt Ronny Erfurt, Vorsitzender des Fördervereins Wasserturm Siebenlehn.

Betriebe halfen dem Verein

An die 120000 Euro hat der engagierte Verein, der seit 13 Jahren besteht, für die Sanierung aufgebracht. Das Land Sachsen steuerte 30000 Euro Fördergelder der Denkmalpflege bei. „Wir wollen den Wasserturm für die Nachwelt erhalten. Wir sind da bei der Sanierung ein gutes Stück vorangekommen“, sagt Erfurt, der seit zehn Jahren Vorsitzender der 80Mitglieder zählenden Gemeinschaft ist. Der Wasserturm, der mit seiner Stahlkonstruktion einen Durchmesser von acht Metern hat, diente bis 1993 der Trinkwasserversorgung der Stadt Siebenlehn und ist weithin sichtbar. Auch auf der A4 können ihn die Kraftfahrer schon von Weitem sehen.

Die Restaurierung haben mehrere Unternehmen der Region mit Geldern oder durch Arbeiten unterstützt, zum Beispiel die Landmaschinen-Firma Ralle aus Großvoigtsberg oder der Verpackungsmittelbetrieb Heinrich-Ludwig aus Siebenlehn. Auch die Ingenieur- und Planungsgesellschaft Phase 10 aus Freiberg, wo Bauingenieur Ronny Erfurt Geschäftsführer ist, führte Planungsleistungen kostenlos aus.

In den kommenden Jahren will der Förderverein die Sanierung des Siebenlehner Bauwerks fortsetzen. „Das Turminnere muss noch in Schuss gebracht werden. Auch den Tiefbehälter wollen wir begehbar machen“, sagt der 43-jährige Vereinsvorsitzende. Dieter Hanke