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Döbeln

Simselwitzer Orgel ist die Luft ausgegangen

Die Sanierung der Kirche ist fast beendet. Nach der Fertigstellung der alten Balgkammer musste aber der Orgelbauer ran.

Orgelbauer Felix Tibussek schaut aus der Tür der Balgkammer. Mächtige Leimbinder fangen den Einbau unter dem Dach ab.
Orgelbauer Felix Tibussek schaut aus der Tür der Balgkammer. Mächtige Leimbinder fangen den Einbau unter dem Dach ab. © Jens Hoyer

Döbeln. Die Gerüste an der Kirche in Simselwitz sind gefallen. Schmuck zeigt sich das Gotteshaus mit neuer Fassade und frisch gedecktem Dach. Innen gibt es noch Arbeit, sagt Pfarrer Lutz Behrisch. Auf dem Dachboden müssen noch die isolierende Lehmschüttung ausgebracht und die Dielung fertiggestellt werden. Eigentlich sollte die Sanierung schon im Herbst abgeschlossen sein, aber es hatte Verzögerungen gegeben. 

Seit vergangenem Jahr war die Kirche saniert worden. Ausgangspunkt war die sogenannte Balgkammer unterm Dach, eine Art Fachwerkhäuschen mit Lehmwänden, dessen Gewicht auf die darunterliegende Decke des Kirchenraumes drückte. Zwei mächtige Leimbinder fangen jetzt den Druck des tonnenschweren Einbaus ab. Deshalb war Ende der Woche auch der Orgelbauer im Haus.

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 Durch den Umbau war der über 150 Jahre alten Göthel-Orgel die Luft abgeschnitten worden. Orgelbauer Felix Tibussek von der Firma Groß aus Bautzen baute den hölzernen Windkanal um, der vom Dachboden zur Orgel führt. 

Die Simselwitzer Kirche ist ein Schmuckstück. Die Fassade wurde saniert und das Dach neu gedeckt.
Die Simselwitzer Kirche ist ein Schmuckstück. Die Fassade wurde saniert und das Dach neu gedeckt. © Jens Hoyer

„Die Balgkammer hat einen großen Vorteil. Die Luft bringt dadurch nicht so viel Wärme mit“, sagt er. Die Orgelpfeifen in der kühlen Kirche könnten durch die warme Luft verstimmt werden. Im Winter könnte im umgekehrten Falle durch den großen Temperaturunterschied Kondensat entstehen, das den gefürchteten Bleifraß an den Orgelpfeifen begünstigt.

Fertigzustellen ist in den kommenden Wochen noch ein behindertengerechter Zugang zur Kirche, sagt Pfarrer Behrisch. Dafür wird ein Weg von der oberen Einfahrt zum Eingang gebaut. 

Eigentlich soll die Kirche festlich eingeweiht werden, aber einen Termin zu finden, sei derzeit schwierig. „Vielleicht machen wir es am Johannistag, am 24. Juni. Der ist im Dorf gut angenommen. Da gibt es immer eine Andacht und Kaffeetrinken.“

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