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So schön ist das neue Freitaler Bürgerbüro 

Die Stadt hat das Gebäude in Potschappel von der Bahn gekauft und saniert. Seit Donnerstag ist es für die Freitaler geöffnet. Ein erster Blick ins Innere.

Hier landen die Freitaler jetzt, wenn sie ein Anliegen bei der Stadt zu erledigen haben. Tresen und Wartebereich sind modern, freundlich und bequem gestaltet. Die alte gusseiserne Säule gibt dem Raum Charakter. Eine statische Funktion hat sie aber nicht m
Hier landen die Freitaler jetzt, wenn sie ein Anliegen bei der Stadt zu erledigen haben. Tresen und Wartebereich sind modern, freundlich und bequem gestaltet. Die alte gusseiserne Säule gibt dem Raum Charakter. Eine statische Funktion hat sie aber nicht m © Karl-Ludwig Oberthür

Der Durchgang zu den Bahnsteigen ist sauber, aber trist. Links, direkt vorm Treppenabgang in die Unterführung, glänzt jedoch eine neue große Glastür. Daran prangt das frisch entworfene Logo der Stadt Freital. Dort hindurch führt der Weg ins neue Bürgerbüro. Fast jedenfalls.

Zunächst landet der Besucher in einem Vorraum mit Treppenaufgang, Fahrstuhl und Aufsteller für Infoflyer. Noch eine große Glastür muss geöffnet werden, um wirklich zum Info-Tresen der Stadt Freital zu gelangen. Mit Kinderwagen oder Rollator ist das sicherlich ein bisschen beschwerlich, denn es sind keine Automatiktüren. Der Vorteil aber ist klar. „Wir bündeln hier alle Anliegen, wegen derer Bürger ins Rathaus kommen“, sagt Peter Pfitzenreiter (CDU), 1. Bürgermeister der Stadt Freital.

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Durch diesen modernen Eingang geht es direkt ins neue Bürgerbüro.
Durch diesen modernen Eingang geht es direkt ins neue Bürgerbüro. © Karl-Ludwig Oberthür

Egal ob ein neuer Personalausweis benötigt wird, Wohngeld beantragt werden soll oder eine Geburtsurkunde abzuholen ist. Erst einmal landen Besucher an der Information. Von dort werden sie ihrem Anliegen entsprechend weitergeleitet. Meistens geht das so: Nummer ziehen, im Wartebereich gemütlich hinsetzen und auf dem großen Display sehen, wann man dran ist. Dann in eins der lichten Büros eintreten und das Anliegen wird bearbeitet.

Die Kosten sind deutlich gestiegen

So wie die Arbeitsabläufe der Verwaltung im Interesse der Bürger modernisiert worden sind, so ist auch der alte Bahnhof in einen modernen Behördenstandort umgebaut worden. Nicht nur von außen ist das Gebäude wieder schön anzusehen mit seinen Natursteinwänden und der wunderbar eingefügten Neubau-Etage, sondern auch im Innern sind die Räume auf den neuesten Stand gebracht worden.

Historische Türen wurden erhalten. Das Gebäude stammt von 1855.
Historische Türen wurden erhalten. Das Gebäude stammt von 1855. © Karl-Ludwig Oberthür

„Der Neubau ist komplett in Holzständerbauweise entstanden“, sagt Matthias Koch, Chef des gleichnamigen Ingenieurbüros, das für Planung und Ausführung verantwortlich zeichnet. Drinnen ist der Naturbaustoff ebenfalls gut eingesetzt worden. Die Fensterlaibungen und -bretter sind aus Holz, genauso wie die Decken. „Das schafft ein sehr angenehmes Raumklima“, sagt Koch.

In den alten Teilen des Bahnhofsgebäudes, das unter Denkmalschutz steht, sind historische Bauteile erhalten worden. Fenster und Türen sind original und wurden entsprechend aufgearbeitet. „Hier hüpft das Herz der Dankmalschützer“, erzählt Matthias Koch und freut sich gleich ein bisschen mit. Auch eine alte gusseiserne Säule im Info-Center des Bürgerbüros wurde erhalten. Das Haus hat damit seinen Charakter behalten. Modern, in Teilen neu, aber doch im Bewusstsein der Tradition.

Hier trifft Alt auf Neu: Peter Pfitzenreiter steht im Anbau, der an die ehemalige Außenwand grenzt.
Hier trifft Alt auf Neu: Peter Pfitzenreiter steht im Anbau, der an die ehemalige Außenwand grenzt. © Karl-Ludwig Oberthür

Das alles hat natürlich seinen Preis. Ursprünglich hatte die Stadt mit 3,5 Millionen Euro für den Bau geplant. „Am Ende steht deutlich mehr zu Buche“, sagt Peter Pfitzenreiter. Eine genaue Summe könne er erst nach Ende aller Bauarbeiten nennen. Die Gründe für den Preisanstieg sind aber klar. „Einerseits haben sich Bauleistungen in den letzten Monaten deutlich verteuert“, sagt Matthias Koch. „Und andererseits haben wir bei der Sanierung im Gebäude einen starken Befall mit Hausschwamm festgestellt.“ Das sei vorher nicht ersichtlich gewesen. Freital steht bei der Finanzierung aber nicht alleine da. Das Land fördert zwei Drittel der Summe. Glücklicherweise auch von den nachträglich angefallenen Kosten.

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