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So sehen die Pläne für die Schmiedeberger Oberschule aus

Seit Jahren kämpft die Stadt  um den Bau. Kurz vor der Eingemeindung zu Dipps nimmt das Projekt wieder Fahrt auf.

Von Franz Herz

Die Gemeinde Schmiedeberg hinterlässt ihren Oberschülern kurz vor der Eingemeindung noch ein ordentliches Vermächtnis. Für rund fünf Millionen soll das Schulgebäude saniert werden, ein Anbau neu entstehen und anstelle der alten Turnhalle eine neue errichtet werden. Seit vielen Jahren verfolgt die Gemeinde das Projekt, nun wird es konkret, weil die nötigen Gelder in Aussicht stehen.

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Der Putz bröckelt an der Turnhalle der Oberschule Schmiedeberg, wie Schulleiterin Katrin Jungnickel zeigt. Doch jetzt kommt der Neubau auf die Bahn.Archivfoto: Egbert Kamprath
Der Putz bröckelt an der Turnhalle der Oberschule Schmiedeberg, wie Schulleiterin Katrin Jungnickel zeigt. Doch jetzt kommt der Neubau auf die Bahn.Archivfoto: Egbert Kamprath

Die nächsten Arbeitsschritte laufen jetzt in Riesa, in der dortigen Niederlassung des Planungsbüros Ipro-Consult. Dort ist Steffen Seidel als Projektleiter für das Schmiedeberger Vorhaben verantwortlich. Ipro hat seinen Stammsitz in Dresden, die Riesaer Kollegen haben sich in den vergangenen Jahren auf die Planung von Schulhäusern spezialisiert. „Ich habe in den letzten Jahren über sechs Schulen projektiert“, sagt Seidel.

Nun liegt der nächste Auftrag aus Schmiedeberg auf seinem Tisch. Schmiedebergs amtierender Bürgermeister Ulrich Kretzschmar (CDU) hat aus dem Kultusministerium Signale bekommen, dass 2014 Geld für das Bauvorhaben zu erwarten ist. Daher hat der Gemeinderat Ipro die weitere Planung in Auftrag gegeben.

Bisher hat Ipro den Antrag auf Fördergelder bearbeitet, der benötigt noch etwas Feinschliff. Sobald dann die Fördergelder bewilligt sind, folgen die nächsten Planungsschritte. Das sind die Genehmigungsplanung, die Ausführungsplanung, welche die Grundlagen für die Bauarbeiten legt, und schließlich die Vergabe der Aufträge. Das Schmiedeberger Vorhaben hält dabei für die Bauingenieure einige Herausforderungen bereit. Zum einen läuft während der gesamten Bauzeit der Schulbetrieb weiter. Da zu Beginn die Baracke mit der Schulküche im Hof abgerissen wird, sollen zwei Jahren lang Unterrichtscontainer vor der Schule aufgestellt werden. Hier sind zwei Unterrichtsräume vorgesehen und die hauswirtschaftlichen Fachräume.

Anstelle der Baracke wird zuerst die neue Turnhalle gebaut. Vorgesehen ist jetzt eine Ein-Feld-Sporthalle, die 15 mal 27 Meter Fläche erhält. Sie bekommt ein tonnenförmig gewölbtes Dach. Erstens passt das besser in den Ortskern von Schmiedeberg als ein Flachdach. Zweitens hält diese Konstruktion den Schneelasten besser Stand, die im Osterzgebirge zu erwarten sind.

Dann wird die alte Halle abgerissen und das Schulgebäude bekommt einen zweckmäßigen viergeschossigen Anbau. Hier werden in erster Linie Unterrichtsräume eingerichtet. Momentan ist der Platz im Altbau der Schule knapp. Teilweise findet Unterricht im benachbarten Bürgerhaus statt. Das ist nach dem Neubau nicht mehr notwendig.

Zwei Treppenhäuser garantieren die Sicherheit der Schüler. Eines verbindet den Altbau mit dem Neubau. Das andere im Neubau dient als zweiter Fluchtweg, falls die erste Treppe blockiert ist. Nun hoffen die Schmiedeberger, dass es 2014 losgeht.