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So teuer ist ein Platz im Görlitzer Altenheim

Für gutes Personal müssen Pflegeheime die Beiträge der Bewohner erhöhen. Das belastet auch den Landkreis.

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Jana Nickolmann (rechts) leitet das Zentralhospital in Görlitz. In diesem Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt Oberlausitz lebt auch Johanna Heyn (links). Die Bewohnerin muss jetzt mehr zahlen.
Jana Nickolmann (rechts) leitet das Zentralhospital in Görlitz. In diesem Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt Oberlausitz lebt auch Johanna Heyn (links). Die Bewohnerin muss jetzt mehr zahlen. © Pawel Sosnowski

Im Februar oder März wird verhandelt. Dann stehen für das Pflegestift Görlitz-Rauschwalde Gespräche mit der Pflegekasse an. Kathrin Nachtigall, die Leiterin des Pflegeheimes in der Friedrich-List-Straße, ahnt, dass die Verhandlungen nicht einfach werden. Sie weiß schon jetzt, dass als Ergebnis die Erhöhung des Eigenanteils für jeden der 43 Bewohner des Pflegestiftes steht. Seit einigen Jahren sei das so. Die Erhöhung betrage regelmäßig zwischen 200 und 300 Euro. Etwa 1.900 Euro sind es künftig pro Monat, die jeder Bewohner des Pflegeheims als Eigenanteil zu bezahlen hat. Diese Summe ist unabhängig vom Pflegegrad. Grund für die Anpassung ist vor allem die Tatsache, dass der Träger der Einrichtung – Dienste für Menschen (DFM) mit Sitz in Esslingen – für das Pflegepersonal Tariflohn zahlt. „Wollen wir gutes Fachpersonal, müssen wir auch gut bezahlen“, unterstreicht Kathrin Nachtigall.

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