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Spielen wie einst vor 100 Jahren

Strehla. Eine Reise ins Reich der Kindheit ist nur noch bis zum 16. Juli zu erleben – in der Ausstellung „Altes Spielzeug“ im Schloss.

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Von Cindy Drößler

Kinderbücher, hübsche Puppenwagen, Hand puppen, kleine Indianerfiguren – Dinge, an die sich jeder erinnert. Einige davon sind derzeit im Strehlaer Schloss zu bewundern. Eine Ausstellung zeigt jeden Sonnabend und Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr, wie die Kleinen sich die Zeit damals vertrieben.

Zu sehen gibt allerlei Spielzeug, das bis zu 100 Jahre alt ist: zum Beispiel ein Puppenwagen, der aus dem Jahr 1894 stammt, und die dazugehörige Puppe von 1890. Ebenso kann der Besucher in Strehla Handpuppen betrachten, die aus der Zeit um 1960 stammen, oder Schaukelpferde, Puppen und Teddybären aus den 50er Jahren. Blickfänge bieten auch ein Kaufmannsladen von 1949 sowie altertümliche Eisenbahnen.

Holz als Rohstoff

Handwerklich Interessierte werden sich für die selbst gebastelten Spielsachen begeistern können, etwa eine Holzschubkarre aus dem Jahr von 1948 oder eine selbstgebaute Puppenstube. Für viele der Dinge, die für die Kinder in jener Zeit angefertigt wurden, diente Holz als Rohstoff. Davon künden auch die Holzskier, verschiedene Spiel-Baugeräte wie ein Kran samt dazugehörigem Container, aber auch kleine Spielzeugtiere.

Auch Musikinstrumente für Kinder sind in Strehla zu bestaunen. Die Kindermöbel und das Puppengeschirr gehören ebenso zum Spielalltag der Kindheit, an die der Besucher gern zurückdenkt.

Lang blättern kann man in den Bilderbüchern. Neben bekannten mit Geschichten von Pittiplatsch, oder mit Märchen der Gebrüder Grimm findet der Besucher auch Titel wie „Huhn Emma ist verschwunden“ oder Lehrreiches wie Fibelen und Kinderlexika.

Die Austellung wurde von ungefähr 20 Bürgern aus Strehla ehrenamtlich zusammen getragen. Gemeinsam haben sie die Ausstellung konzipiert und aufgebaut. Außerdem übernehmen sie die Aufsicht während der Besichtigungen.

Am Anfang ein Aufruf

Begonnen hat alles mit einem Aufruf, der duie Strehlaer darum bat, nach altem Spielzeug zu schauen und ins Museumn zu bringen. Das Museum in Riesa stellte einige Exponate zur Verfügung.

„Solche Austellungen veranstalten wir hauptsächlich, um die Bevölkerung anzusprechen und um die Räume im Schloss zu nutzen, da es im Privatbesitz ist,“ erklärt Siglinde Schroth vom Kulturbund Strehla e. V.. Zwei- bis dreimal im Jahr finden solche Schauen im Strahlaer Schloss statt.

Die nächste Austellung widmet sich dem Thema „Altes Handwerk“. Sie soll am 1. September ihre Pforten öffnen. Wie jede Ausstellung, die im Schloss stattfindet, wird sie mit einer Vernissage und einem kleinen Empfang eröffnet. Bei der Spielzeug-Ausstellung gestalteten die Kleinen der Strehaler Kindertagesstätte ein Programm, berichtet Siglinde Schroth.

Übrigens: Die Ausstellung „Historisches Spielzeug“ ist nur noch bis zum 16. Juli im Strehlaer Schloss zu sehen. Also nichts wie hin zu dieser schönen und liebevoll eingerichteten Schau. Der Eintritt ist kostenlos.

Um Anmeldung wird gebeten bei der Tourist-Information in Strehla: 035264/90739