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Stadthistoriker gestorben

Gerhard Steinecke starb im Alter von 80 Jahren. Mit ihm verliert die Stadt Meißen einen Chronisten sowie den Nestor der Stolperstein-Bürgerinitiative.

Von Bernd Oehler

Der Meißner Stadtchronist und Nestor unserer Stolpersteine, Diplomhistoriker Gerhard Steinecke, ist am 23. November verstorben. Wir verdanken ihm die über viele Jahre wiederholte Aufforderung, den im Nationalsozialismus verfolgten, vertriebenen und vernichteten Meißner jüdischen Mitbürgern eine Erinnerung zu schaffen. Mit ihm kam es in den späten 90er Jahren und im vergangenen Jahr zur Einladung ehemaliger jüdischer Mitbürger. Seinen Nachforschungen verdankte das jährliche Opfergedenken zum Holocausttag in der Nikolaikirche die zuverlässige historische Grundlage. Auf seine jahrelangen Forschungen und Veröffentlichungen konnte die Bürgerinitiative Stolpersteine Meißen aufbauen. Er hat sich damit bleibende Verdienste für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Meißens erworben. Wir werden ihn in dankbarem Gedächtnis behalten.

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Neue Stolpersteine in Meißen

An diesem Donnerstag werden vier weitere Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitbürger unserer Stadt verlegt. Um 9 Uhr bringt der Kölner Künstler Gunter Demnig einen Stolperstein für Rosa Cohn vor dem Haus Roßmarkt 1 in den Boden. Um 9.45 Uhr ist das Verlegen zwei weiterer Stolpersteine für Bernhardt und Frieda de Levie an der Großenhainer Straße 13 vorgesehen. Dazu wird der Neffe des Ehepaares Dr. Ari de Levie, der 80-jährig aus New York dazu angereist ist, zugegen sein. 10.15 Uhr wird für Marie Moskowitz in der Hafenstraße 29 der neugelegte Stolperstein enthüllt.