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Stadtwerkefuchs baggert jetzt in Ostrau

Die Stadtwerke Döbeln schließen das Gewerbegebiet ans Gasnetz an. Dafür investieren sie mehr als 1,1 Millionen Euro.

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© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Ostrau. Der offizielle Startschuss für die Erschließung des Ostrauer Gewerbegebietes und der Wohnsiedlung mit Erdgas ist gefallen. Die Stadtwerke investieren dafür mehr als eine Million Euro. „Das ist die höchste Investition des Unternehmens in einen Standort seit langer Zeit“, sagte der Geschäftsführer der Döbelner Stadtwerke Gunnar Fehnle.

Mit der Erschließung des Gewerbegebietes erfüllen die Stadtwerke eine Forderung aus dem Konzessionsvertrag mit der Gemeinde. Da sich das Gewerbegebiet in der Trinkwasserschutzzone zwei befindet, hat die Untere Wasserbehörde des Landratsamtes unter anderem gefordert, dass die Ölbehälter aus dem Gewerbegebiet verschwinden. Das ist durch den Gasanschluss möglich und nicht der einzige Vorteil, der durch das Gasnetz der Stadtwerke entsteht. Den Firmen und Grundstückseigentümern der Eigenheimsiedlung wird eine kostengünstige Umstellung auf den Energieträger Gas angeboten „Das ist gleichbedeutend mit Standortsicherung und Wettbewerbsvorteil“, so Fehnle. Außerdem entfalle die Logistik für die Lagerung und Beschaffung von Heizöl, da Erdgas bald immer anliegt und es werde etwas für die Umwelt getan, da Erdgas umweltfreundlich sei und der Kohlendioxidausstoß verringert wird.

Damit sich die Firmen so schnell wie möglich an das Gasnetz anbinden können, wurde bereits im Mai mit den Arbeiten begonnen. Es werden 490 Meter Hochdruck- und 5 830 Meter Mitteldruckleitungen verlegt. Außerdem entsteht gegenüber der Firma Teichert Nutzfahrzeuge eine Gasdruckregel- und Messstation.

Der Erschließung ist in sechs Lose zuzüglich der Verlegung der Hochdruckleitung unter der B 169 gegliedert. Die Leitungen verlegen zwei Firmen aus Riesa und LFT Tiefbau aus Ostrau im Wohngebiet. Die Firma Strüder Rohr-, Regel- und Messanlagen GmbH aus Schneeberg stellt die Gasregel- und Messanlage auf.

Wann die Hochdruckleitung gebaut werden kann, steht noch nicht genau fest. „Das ist davon abhängig, wann der Raps geerntet wird. Dann können wir loslegen. Das Okay dazu gab es bereits von der Ostrauer Agrar AG“, so Andreas Richter, Fachabteilungsleiter Netz der Stadtwerke.

Bernd Sonntag, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Ostrauer Gewerbeverbandes, bedankte sich bei den Stadtwerken, dass das Projekt in so kurzer Zeit umgesetzt wird.