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Störche lieben Volkersdorfer Nest

Wie der Horst am Waldteich sind auch andere schon besetzt. Sorgen bereitet Storchenfreunden aber das Quartier im Fasanengarten.

Von Sven Görner

Die Freude ist groß bei den ehrenamtlichen Weißstorch-Kümmerern und den Gartenfreunden der Siedlung Oberer Waldteich. Schließlich wusste niemand, ob Adebar nach der Sicherung des Nestes am Sandweg in Volkersdorf dort auch wieder einziehen würde. Doch seit wenigen Tagen steht fest: Die Mühe hat sich gelohnt. Mittwochmittag kam letzte Woche der erste Storch an. Der andere wurde zwei Tage später gesichtet. „Kurz danach landete noch ein Dritter, der aber durch die anderen beiden vertrieben wurde“, erzählt Bernd Hoffmann, Vereinsfreund und Fotograf.

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Das Nest hatten zwei Störche im vergangenen Jahr nach dem Juni-Starkregen mit großer Ausdauer auf zwei wie siamesische Zwillinge nebeneinanderstehende Beton-Masten der Enso gebaut. Immer wieder waren die Äste runtergefallen, hatten Parzellenbesitzer beobachtet. Doch die Störche gaben nicht auf und am Ende hielt die windschiefe Konstruktion. Die Frage war allerdings, wie lange. Im Vorjahr waren die Störche nicht mehr zum Eierlegen und Brüten gekommen. Ob das in dem Nest überhaupt klappen würde, schien fraglich.

Hilfe kam schließlich von der Enso. In Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Storchenbetreuern Günter Opitz aus Ottendorf-Okrilla und Dr. Peter Hummitzsch aus Radebeul wurde das Nest im Januar auf eine exakt an die Masten angepasste Unterkonstruktion aus Metall umgesetzt.

Nach dem katastrophalen Vorjahr, in dem aufgrund der extrem schlechten Wetterbedingungen im ehemaligen Landkreis Dresden und in der Landeshauptstadt gerade mal drei Jungtiere ausgeflogen sind, sehen das die Storchenfreunde als ein gutes Omen. Vielleicht gelingt es den Störchen in diesem Jahr ja sogar etwas mehr als die im Durchschnitt üblichen 40 Tiere aufzuziehen, um die Ausfälle von 2013 etwas zu kompensieren.

In Berbisdorf und Bärnsdorf sind die Nester jedenfalls auch schon wieder besetzt. Dort hatte es im Vorjahr jeweils ein Jungstorch geschafft, der Kälte und Nässe zu trotzen. Komplett ist seit dieser Woche zudem das Paar auf dem Horst neben dem Kindergarten in Großdittmannsdorf. Und auch in Bärwalde und Radeburg kann das Brutgeschäft beginnen, sagt Peter Hummitzsch. Das Nest in der Zille-Stadt war im März noch schnell saniert worden. Jetzt kann das Wasser wieder besser ablaufen.

Etwas unsicher ist noch die Situation in Dippelsdorf. „Dort wurde zwar ein Storch gesichtet, aber offenbar ist der weitergeflogen“, so der Radebeuler. „Aber noch ist ja auch etwas Zeit.“ Die Anwohner des Horstes am Fasanenschlösschen in Moritzburg machen sich dennoch Sorgen. Schließlich hatten es dessen Bewohner in den vergangenen Jahren meist besonders eilig. Mit ihrer Ankunft um den 8. März herum waren sie meist die ersten Rückkehrer in der Region. Im Vorjahr trafen sie allerdings auch erst am 7. und 10. April ein. Zudem ist nicht sicher, dass immer wieder dasselbe Paar in dem Nest brütet. „In den vergangenen Jahren hat immer mal wieder ein Partner gewechselt“, sagt Peter Hummitzsch. Es kommt aber auch vor, dass beide Neulinge sind. Erkennen könne man das mit etwas Glück an den Ringen der Tiere. Vorausgesetzt, sie haben welche, was aber immer seltener der Fall ist.