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Streit um Kristallwelten

Leser haben die Meißner SZ-Redaktion jetzt darauf verwiesen, dass in der neuen Ausstellung „Kunstvolle Kristallwelten“ des Leipziger Porzellan-Künstlers Frank Michaelis die Geschichte der Kristallglasuren nur unvollständig beleuchtet wird.

Leser haben die Meißner SZ-Redaktion jetzt darauf verwiesen, dass in der neuen Ausstellung „Kunstvolle Kristallwelten“ des Leipziger Porzellan-Künstlers Frank Michaelis die Geschichte der Kristallglasuren nur unvollständig beleuchtet wird.

Wie aus den 1996 erschienenen Meissener Manuskripten IX hervorgeht, erlebten die vor allem für das späte 19. Jahrhundert typischen Spezialglasuren bereits Mitte der 1990er Jahre eine Renaissance. Initiator war damals der Meissener Porzellan-Künstler Ludwig Zepner (1931 bis 2010). „Ich greife etwas auf, das im späten 19. Jahrhundert Teil einer allgemeinen Erneuerungsbewegung auf dem Sektor der Glasurtechnik war. Aber ich setze andere formale und inhaltliche Akzente“, heißt es in einem für die Meissener Manuskripte IX geführten Interview mit Zepner.

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Für die Revitalisierung der Kristallglasuren arbeitete Zepner intensiv mit dem hauseigenen Labor der Manufaktur zusammen. Er nutzte die präzise elektronische Brennsteuerung, um neue Effekte zu erzielen, wie sie so etwa in der Zeit des Jugendstils noch nicht möglich waren. In der Folge entstanden große Bildplatten mit abstrakten Motiven in Kristallglasur ausgeführt, aber auch Vasen, Kummen und Schalen. Die Ergebnisse der Zepnerschen Arbeit waren in einer Schau in der Albrechtsburg und auf der Messe Ambiente in Frankfurt am Main zu sehen. (SZ/pa)