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Strenger Frost verzögert Müllabfuhr in Dresden

Manche übervolle Tonnenerreichen die Entsorger noch nicht. Im Laufe der Woche soll wieder überall pünktlich geleert werden.

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Von Andreas Rentsch

Dresden. Trotz einer achtstündigen Sonderschicht hat die Stadtreinigung am Wochenende noch nicht überall die übervollen Mülltonnen geleert. Nach wie vor behinderten Glätte, gefrorener Müll und unerreichbare Behälter-Stellplätze die Arbeit, sagte Gruppenleiter Bernd Wermuth. Dazu zählten Straßen in Naußlitz, Pappritz, auf dem Weißen Hirsch und in Plauen. „Diese Kunden bedienen wir heute und in den nächsten Tagen.“ Wenn das Wetter so bleibe, kehre bis spätestens Mittwoch Normalität ein.

An Werktagen sind im Stadtgebiet 36 Fahrzeuge für den Entsorger unterwegs. Nach Auskunft von Wermuth habe der Sondereinsatz mit zwei Lkw und fünf Mitarbeitern am Sonnabend den Stadtteilen Klotzsche, Neustadt, Niedersedlitz, Bühlau und Pappritz gegolten.

Dramatisch hoch sei die Zahl der Beschwerden seit Beginn der Kälteperiode in der vergangenen Woche nicht, sagt Urban Becker von der Kühl-Gruppe in Heidenau. „Wir bemühen uns, allen Beschwerden nachzugehen.“ Außerdem würden mehr Fahrzeuge eingesetzt, um den üblichen Rhythmus der Entleerungen wieder einzuhalten. Probleme seien ihm aus Loschwitz und Mobschatz bekannt, so Becker. Sein Tipp: Feuchten Biomüll vorher in Zeitungspapier einwickeln, damit dieser nicht an der Innenseite der Tonnen festfriert.

Meldungen von Anwohnern, wonach eisharte Pappen und Papier die Leerung von vielen Blauen Tonnen verhindert habe, bestätigen die Vertreter der Branche nicht. Steffen Sickert von der gleichnamigen Recyclingfirma erklärt, seine Mitarbeiter hätten auch eher Probleme, die Behälter überhaupt zu erreichen. „Oft sind Zufahrtswege zugeparkt.“ Insgesamt 800 bis 1000 Tonnen hat das Unternehmen aus Ottendorf-Okrilla im Norden der Landeshauptstadt postiert.