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Taffe Damen planen ihren zweiten Streich

Das Amateurtheater Günter Haberstroh in Kamenz probt für die Premiere im Februar. Bekannte Rollen sind dabei.

Von Ina Förster

Frieda geht zu gern auf Beerdigungen. Dort gibt es immer so schöne traurige Reden. Man fühlt sich in der Gemeinschaft irgendwie aufgehoben und kann für einen Moment die eigene Einsamkeit vergessen. Und außerdem lockt meistens ein leckerer Leichenschmaus anschließend. Bis sie eines Tages selber vom Pfarrer für die Witwe gehalten wird …

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Diese Geschichte verheißt schon im Ansatz viel Situationskomik. Das fand auch Günter Haberstroh, der sein kleines Kamenzer Amateurtheater gerade zur vierten Inszenierung führt. Die Proben im Stadttheater laufen seit Monaten auf Hochtouren. „Ich bin immer für einen zeitigen Beginn, damit man hintenrum nicht so hetzen muss“, sagt der Regisseur. Dieses Konzept hat sich bewährt, zumal Haberstroh derzeit selber auf den Brettern der Klitzekleinkunst als Schauspieler unterwegs ist. Das bedeutet Doppelbelastung. In diesem Jahr hat der Biehlaer bereits eine Komödie des Autors Andreas Kroll inszeniert. „Der Stoff mit dem lustigen Damen-Kränzchen ist sehr gut angekommen. Damals reisten die alten Damen nach Schottland und mussten sich mit Geistern herumschlagen. Nun sind sie eher auf hiesigen Friedhöfen unterwegs“, sagt Günter Haberstroh. Dass es eine Fortsetzung und somit ein Wiedersehen mit Ulrike Mitschke, Nadine Vogelsang, Konstanze Mark sowie Jacqueline Wirth-Hasler geben wird, wurde bereits im Frühjahr 2013 angedeutet.

Eigene Gags dazu geschrieben

Die vier Frauen gehören seit ein paar Jahren zum Stamm-Ensemble des Amateurtheaters und haben hier ihren Platz gefunden. Die Proben machen Spaß und man kann sich auch langsam mit grauhaarigen Perücken und Gehstöcken anfreunden. Zumal der Regisseur angedeutet hat, dass es nach der „Falschen Witwe“ dann doch erst einmal einen anderen Stoff geben soll. Die unterschiedlichen Charaktere der vier alten Damen sind allerdings spannend zu spielen. Günter Haberstroh hat auch ein paar Textpassagen ins Manuskript hineingeschrieben und Szenen umgestellt, damit es noch spaßiger wird. Ein bisschen erotischer Touch darf da nicht fehlen, viele spitze Bemerkungen, Gags und natürlich reichlich Situationskomik sind also vorprogrammiert.

„Ich hätte natürlich gern ein paar mehr männliche Schauspieler mit im Boot, aber da sieht es leider etwas schlecht aus zurzeit. Wir sind schon froh, dass Wolfgang Wendt aus Oberlichtenau eine weitere Rolle im aktuellen Stück zugesagt hat“, sagt der Regisseur. Frank Kunath, der ursprünglich besetzt war, musste nämlich kurzfristig aus zeitlichen Gründen absagen. Selber spielt Günter Haberstroh aus Prinzip nicht mit. Wenn man auf der Bühne steht, kann man den Regie-Posten nicht so richtig ausfüllen, findet er. So lässt er lieber seine Mädels auf den Brettern agieren. Und freut sich später zur Premiere Ende Februar 2014 über die Publikumsreaktionen. Wer von der holden Männerwelt Lust bekommt, mitzumischen, der kann sich immer gern melden. Die Proben laufen Mittwochnachmittag im Stadttheater. Noch sind es einige, aber Frieda & Co. müssen ja auch noch fleißig Text lernen.