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TLG: Giftvilla wurde regelmäßig überprüft und gesichert

Der Eigentümer geht davon aus, dass die überalterten Medikamente erst kürzlich deponiert wurden.

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Die Herkunft der Altmedikamente im Keller des Hauses Großenhainer Straße 34 ist weiter ungeklärt. Ein Polizeisprecher erklärte gestern, in der Frage werde noch ermittelt.

Die Eigentümergesellschaft TLG Immobilien GmbH geht unterdessen davon aus, dass der Sondermüll erst lange nach der Übernahme des Gebäudes abgelagert worden ist. Das war Anfang 2003 von der Firma Aropharm in Niederstriegis. TLG-Sprecherin Edith Grether sagte, die inzwischen sogenannte Giftvilla sei regelmäßig begangen und umfänglich gesichert worden. Allerdings seien wiederholt Vandalismusschäden festgestellt worden. Die Sicherungsmaßnahmen seien viermal im vorigen Jahr und zuletzt im Januar durchgeführt worden.

Im Erdgeschoss der Villa waren sämtliche Öffnungen durch stabile Spanplatten verschlossen worden, die ins Mauerwerk geschraubt wurden. Ein hinterer Zugang war durch eine Eisentür gesichert. Diese sei jedoch von Unbekannten aufgebrochen worden, berichtete Edith Grether. Auch ein Zaun sei beschädigt worden. Sie kündigte eine Anzeige gegen Unbekannt an.

Kinder hatten am Freitagmittag in dem Gebäude Medikamente und andere chemische Substanzen entdeckt, die noch aus DDR-Zeit stammen. Sie wurden inzwischen fachmännisch entsorgt. S. Rössel