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Traditionelle Schwepnitzer Weihnacht ganz neu

Der Weihnachtsmarkt in Schwepnitz kehrt zu den Wurzeln zurück – und wird dadurch moderner.

Von Kerstin Unterstein

Keine gesperrte Bundesstraße 97, keine Verkaufsstände an der Dresdner Straße – ist in Schwepnitz am Ende gar kein Weihnachtsmarkt? So wird sich am Wochenende vielleicht der eine oder andere Besucher gefragt haben. Auch die Bühne stand nicht an ihrem angestammten Platz, aber war direkt an der Schauwerkstatt-Halle gut platziert. Dort fand am Sonnabendmittag die traditionelle Eröffnung statt  – leider bei trübem, nasskaltem Wetter. Trotzdem, und das freute nicht nur Bürgermeisterin Elke Röthig, war der Markt da bereits gut gefüllt. Nach einer ersten Runde über den neu gestalteten Festplatz folgten alle dem Duft der riesigen Räucherkerze auf der Bühne, die entsprechend des diesjährigen Mottos für vorweihnachtliche Stimmung sorgte. In diesen Wohlgeruch mischte sich dann auch würziges Stollenaroma, denn das wieder 3,33 Meter lange Backwerk wurde auf einer Ponykutsche zur Bühne transportiert. Vor dem traditionellen Anschnitt erläuterte Elke Röthig die Gedanken der Organisatoren vom Weihnachts- und Kulturverein, die sich für die Veränderung des räumlichen Konzeptes entschieden haben. Grund sei vor allem die Weitläufigkeit gewesen, die dem ursprünglichen Charme des Schwepnitzer Marktes entgegen gewirkt hätte. „Jetzt ist alles zentraler und konzentrierter, wir haben uns verschlankt, das ist ja auch modern“, so die Verwaltungschefin.

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Stollentaler hilft nach

Bevor Elke Röthig das große Messer schwang, führte sie die beiden Stollenmädchen Franziska und Lydia in ihr Amt ein. Außerdem gab sie gemeinsam mit dem Bäckermeister den Startschuss für eine neue Initiative, die sich leider erforderlich gemacht hatte: Steigende Kosten bei der Herstellung des Riesenstollens wären beinahe der Auslöser gewesen, an der Länge des Stollens zu sparen… Aber man entschied sich für einen anderen Weg: Im Marktgelände waren kleine Wichtel mit Sammeldosen für den „Schwepnitzer Stollentaler“ unterwegs – die Idee fanden die allermeisten Besucher ganz akzeptabel. Und so wanderten keine Taler, aber einige Cents oder Euro in die Dosen.

Weihnachtsmannkapelle begeistert

Nicht verzichtet werden musste auch in diesem Jahr wieder auf die zünftigen Klänge der Weihnachtsmannkapelle. Und wer sich dann einmal orientiert hatte, fand auf engerem Raum viel Vertrautes auf dem Schwepnitzer Markt: In der Schauwerkstatt konnte selbst gebastelt, oder wie an anderen Ständen ein schönes Geschenk gekauft werden. Auch zum Aufwärmen war die schön ausgestaltete Halle der erste Anlaufpunkt.

Für gute Stimmung sorgte zudem die generationsübergreifende Delegation aus der polnischen Partnerstadt Kozuchów. Mit den Gästen aus dem Nachbarland war beim Adventskonzert am Freitag bereits gemeinsam gesungen worden. Und am Sonnabend luden die polnischen Gäste die Schwepnitzer dann ein, sich auch mal das Städtchen in Niederschlesien anzuschauen.