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Trauer um Stadtrat der ersten Stunde

Mit Erich Kretzschmar verliert die Bergstadt einen langjährigen Lokalpolitiker. Er war sogar über Jahre Vize-Bürgermeister.

Von Mandy Schaks

Die Altenberger Stadträte sind betroffen vom plötzlichen Tod eines ihrer langjährigen Weggefährten. Erich Kretzschmar hatte noch in der März-Sitzung unter ihnen im Ratssaal gesessen, im Anschluss – so ist es Brauch im Altenberger Parlament – noch einen auf seinen Geburtstag ausgegeben. Denn er war erst das Wochenende davor, am 15. März, 75 Jahre alt geworden. Erich Kretzschmar hatte ein paar gesundheitliche Probleme, wollte künftig auch ein bisschen kürzer treten und nicht mehr zu den nächsten Kommunalwahlen im Mai kandidieren. Diese Zeit ist ihm nun nicht mehr geblieben. Erich Kretzschmar starb überraschend am 30. März.

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Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) erinnerte am Montagabend zur Ratssitzung an Erich, wie sie ihn alle freundschaftlich, aber respektvoll nannten. Er war kommunalpolitisch ein Mann der ersten Stunde, hat als Elektromeister nach der Wende in den schwierigen Zeiten des Umbruchs auch ehrenamtlich Verantwortung für die Gesellschaft, für die Bürger von Altenberg übernommen – ein Vierteljahrhundert lang. Was für eine Zeit!

Viele Bergstädter wissen es vielleicht gar nicht oder nicht mehr, wie Kirsten allen noch einmal ins Gedächtnis rief: Erich Kretzschmar war lange, genau bis 2004, sogar stellvertretender Bürgermeister von Altenberg. Er gehörte der CDU-Fraktion an. Kirsten lernte ihn kennen und schätzen als einen sehr angenehmen Zeitgenossen, wie er sagte, der – so groß und kräftig wie er auch war – eher die leisen Töne anschlug, besonnen agierte. Die Altenberger Räte und ihre Gäste verabschiedeten sich mit einer Gedenkminute am Montag von Erich Kretzschmar.