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Traumpaar: Zoo freut sich über seltene Vögel

Ein Paar der Mittelbeos ist in Görlitz eingezogen. Die beiden kommen aus einem Dating-Center für Federvieh. Nun führen sie Gespräche mit den Besuchern.

© Simon Bruslund / Tierpark Görlitz

Der Tierpark Görlitz-Zgorzelec  freut sich über den Zugang eines Paares der Mittelbeos. Die Vögel stammen aus dem Zoo Basel und der Hand eines deutschen Privathalters. Laut Catrin Hammer, Kuratorin des Tierparks, haben sich sich "ganz modern im „Beo-Dating Center“ des Tierparks Marlow kennengelernt."

Diese monogam lebende Vogelart ist laut Hammer sehr wählerisch, wenn es darum geht, einen geeigneten Lebenspartner zu finden. Beos ziehen nur als zusammenpassende Brutpaare Nachwuchs groß. Aus dem Grund wurde das Marlower "Dating-Center" ins Leben gerufen. "Hier erhalten unverpaarte, junge Single-Beos die Chance, ihrer großen Liebe zu begegnen", heißt es in einer Pressemeldung.

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Zoos geben ihre Nachzuchten an das Beo-Dating-Center, damit die Tiere sich in einem großen Gemeinschaftskäfig kennen lernen und harmonierende Paare bilden können. Diese Paare werden dann an die Einrichtungen abgegeben, die am Zuchtprogramm teilnehmen.

„Wir möchten uns der Herausforderung stellen, die anspruchsvollen Beos zu züchten, um dazu beizutragen, ihre Bestände in menschlicher Obhut zu sichern“, so Zoodirektor Sven Hammer. Und das sei dringend nötig, denn in Deutschland werden derzeit nur noch etwa 45 Beos in Zoos gehalten.

Beos wurden zum "Zootier des Jahres" gewählt

Um darauf aufmerksam zu machen, dass diese Art bedroht ist und um Geld zur Unterstützung von Beo-Schutzprojekten auf Java und Nias zu sammeln, wurde der Beo dieses Jahr von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz zum „Zootier des Jahres“ gewählt.

Die Eigenart des Beos, Geräusche und Stimmen zu imitieren, wird ihnen in ihren Herkunftsgebieten zum Verhängnis. Beos gelten weltweit und besonders im asiatischen Raum als beliebte und vielgehandelte Vogelart, was ihnen oft ein einsames Leben in meist zu kleinen Käfigen beschert. In manchen Ländern gilt der Beo zudem als Delikatesse, was die Bestände zusätzlich dezimiert. "Somit stehen sie heute kurz vor der Ausrottung durch den Menschen", erklärt Catrin Hammer.

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