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Vermittler haben mehr Zeit für Gespräche

Am 28. April werden im Radeberger Arbeitsamt die Computer ausgetauscht - ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Arbeitsamt 2000. SZ sprach mit Gerlinde Voigtländer, die bis Ende April als amtierende...

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Am 28. April werden im Radeberger Arbeitsamt die Computer ausgetauscht - ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Arbeitsamt 2000. SZ sprach mit Gerlinde Voigtländer, die bis Ende April als amtierende Geschäftsstellenleiterin dem Haus vorsteht.
Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff "Arbeitsamt 2000"? Bisher ist das Arbeitsamt in Sparten organisiert, z. B. Arbeitsvermittlung und Leistungsabteilung. Die Kunden müssen zur Zeit noch jeden Bereich einzeln aufsuchen. Künftig sollen Arbeitslose nur noch eine Stelle anlaufen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zunächst müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden.
Die ziehen mit der neuen Technik im Haus ein? Die Computer sind der erste Schritt. Zunächst sind es interne Veränderungen. Wir arbeiten dann mit Standardprogrammen von Microsoft und haben Internetzugang. Jeder Mitarbeiter wird eine eigene E-mail-Adresse bekommen.
Welche Vorteile bringt das Sie, für Firmen und Arbeitslose? Zeitaufwendige Verfahren werden nach und nach geringer. Bisher gibt es die Möglichkeit, Stellenangebote über das Internet direkt zu suchen oder sich nach passenden Mitarbeitern umzusehen. Mit den technischen Veränderungen werden die Voraussetzungen geschaffen, in Zukunft Anträge oder Formulare, wie beispielsweise Merkblätter für bestimmte Leistungen, abzurufen. Außerdem können die Mitarbeiter Informationen des Internets für eine qualifizierte Kundenbetreuung nutzen.
Welche Auswirkungen hat die Computerumstellung? Für den Kunden keine - am 28. April werden nach Dienstschluss die Geräte aufgebaut. Am 2. Mai geht der Betrieb weiter. Die Mitarbeiter wurde geschult, für sie wird es eine neue Herausforderung sein.
Welche Veränderungen wird es noch geben? Ab Mitte Mai wollen wir unseren Kunden Termine zuschicken. Damit sollen die teilweise sehr langen Wartezeiten abgebaut werden. Wir gewinnen mehr Zeit für Gespräche. Bei besonderen Problemen, die keinen Aufschub dulden, stehen wir natürlich nach wie vor jederzeit bereit. Parallel dazu führen wir für Neuanmeldungen auf dem Arbeitsamt Gruppengespräche zu bestimmten Themen, wie dem Leistungsrecht, durch. In Dresden hat sich das bereits bestens bewährt.
Gespräch: Bettina Schneider

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