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Verunglückter Storch bekommt schnelle Hilfe

Ein Großröhrsdorfer Paar handelt prompt und rettet einem Jungtier das Leben.

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Der Storchen-Jahrgang 2008 wird flügge. Nicht jeder Flugversuch gelingt. Familie Lorenz aus Großröhrsdorf beobachtete am Sonntag, wie eines der beiden Jungtiere am dortigen Storchenhorst „Wasserstraße“ gegen das Geländer der Röder flog und nicht mehr abheben konnte. Sie erkannte sofort: Schnelles Handeln ist geboten. – Über ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Weißstorcheschutz fand die Familie Kontakt zum Burkauer Tierarzt Dr. Mathias Trauzettel. Seine Diagnose: ein großer Bluterguss am Brustbein sowie eine Verletzung an der linken Schwinge. Der Tierarzt half mit einem Antibiotikum und einem schmerzlindernden Mittel. Nach dieser Notbehandlung hoffte Familie Lorenz, dass der Storch im Bischofswerdaer Tierpark aufgenommen werden könnte. Doch das war leider nicht möglich. Tierparkleiterin Silvia Berger sagte gestern zur SZ: „Wir hätten gern geholfen, haben aber keine räumlichen Möglichkeiten, um in Not geratene Wildtiere aufzunehmen.“ Nicht nur der Storch, auch Kleinvögel werden gelegentlich zum Tierpark gebracht. In diesem Fall werden die Tierfreunde nach Görlitz oder Neschwitz verwiesen, wo es Auffangstationen für Wildvögel gibt. Der Bischofswerdaer Tierpark hatte sich auch als Auffangstation beworben; Das Regierungspräsidium lehnte unter Verweis auf die bereits vorhandenen Stationen ab.

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